Pan­ther­cha­mä­le­ons (Fur­ci­fer par­da­lis) und ihre Hal­tung im Ter­ra­ri­um

Die Fas­zi­na­ti­on Pan­ther­cha­mä­le­on ist abso­lut nach­voll­zieh­bar. Kein ande­res Tier auf der Welt kann so far­ben­froh leuch­ten wie das tagak­ti­ve Rep­til aus Mada­gas­kar. Du lieb­äu­gelst mit den klei­nen Exo­ten? Wun­der­bar, dann kannst Du die­sen Arti­kel als Ein­stieg sehen, um Dich mit die­ser beson­de­ren Gat­tung aus­ein­an­der­zu­set­zen. Es gibt viel über Pan­ther­cha­mä­le­ons zu erzäh­len und Du soll­test alles gehört haben, bevor Du Dir ein eige­nes zulegst. Die sen­si­blen Wild­tie­re gel­ten als anspruchs­voll in der Hal­tung. Die Her­aus­for­de­run­gen rund um Beleuch­tung, Belüf­tung und Tem­pe­ra­tur las­sen sich ein­fa­cher meis­tern, wenn bereits Vor­er­fah­rung in der Ter­r­aris­tik vor­han­den ist. Wir neh­men Dich aber auch als blu­ti­gen Anfän­ger mit auf die Rei­se nach Mada­gas­kar und beant­wor­ten Dei­ne Fra­gen rund um das The­ma Pan­ther­cha­mä­le­ons (Fur­ci­fer par­da­lis) und ihre Hal­tung im Ter­ra­ri­um. Viel Spaß beim Lesen!

Pantherchamäleons und ihre Haltung im Terrarium
Pan­ther­cha­mä­le­ons und ihre Hal­tung im Ter­ra­ri­um

Steck­brief eines Pan­ther­cha­mä­le­ons

Cool, dass Du Dich für so außer­ge­wöhn­li­che Tier­chen wie das Pan­ther­cha­mä­le­on inter­es­sierst. Wenn Du mit einem Cha­mä­le­on als Haus­tier lieb­äu­gelst, ist es ver­dammt wich­tig, sich vor­her aus­gie­big mit den Eigen­schaf­ten, der Hal­tung und den Beson­der­hei­ten die­ser Tie­re aus­ein­an­der­zu­set­zen. Sie sind durch­aus anspruchs­vol­le Ter­ra­ri­en­tie­re und des­halb weni­ger für blu­ti­ge Anfän­ger auf die­sem Gebiet geeig­net.

Tipp: Jemen­cha­mä­le­ons gel­ten als anfän­ger­freund­li­cher als Pan­ther­cha­mä­le­ons!

Es folgt ein Kurz­über­blick zu Her­kunft, Lebens­raum, Ter­ra­ri­en­grö­ße und Typ, Hal­tung, Fut­ter, Sozi­al­ver­hal­ten und wei­te­ren inter­es­san­ten Infor­ma­tio­nen über das Pan­ther­cha­mä­le­on:

Pan­ther­cha­mä­le­on im Kurz­über­blick

Her­kunftMada­gas­kar und umlie­gen­de Inseln
Lebens­raumKüs­ten­na­he Land­schaf­ten, auf Büschen und Bäu­men tro­pisch warm und feucht
Gewicht500 - 800 Gramm
Grö­ße35 - 50 Zen­ti­me­ter (inkl. Schwanz)
Lebens­er­war­tungMänn­chen 5 - 7 Jah­re, Weib­chen 2 - 3 Jah­re
Ter­ra­ri­en-TypRegen­wald­ter­ra­ri­um als Hoch­ter­ra­ri­um mit Klet­ter- und Ver­steck­mög­lich­kei­ten und gro­ßen Lüf­tungs­flä­chen (oder kom­plet­tes Gaze­ter­ra­ri­um)
Ter­ra­ri­en­grö­ßemind. 120 x 70 x 150 (L x B x H)
Tem­pe­ra­tur im Ter­ra­ri­um25 - 30 °C, ein Bereich zum Auf­wär­men mit 35-40 °C, nachts etwa 20 °C
Luft­feuch­tig­keittags­über 60 - 70 %, nachts 90 %
Ein­rich­tungBereg­nungs­an­la­ge, Ther­mo- & Hygro­me­ter, Leucht­stoff­röh­ren /​ LED-Leuch­ten, Wär­me­spot, UV-Lam­pe, Klet­ter­mög­lich­kei­ten, ggf. Tropf­trän­ke, Pflan­zen, Äste, Wur­zeln und Rück­zugs­mög­lich­kei­ten, unbe­dingt auf aus­rei­chend Belüf­tung ach­ten
Boden­grundTer­ra­ri­en­er­de (kein Boden­grund mit ver­schluck­ba­ren Tei­len wie Rin­den­mulch oder Kokos­sub­strat), bei Weib­chen muss die Sub­strat­hö­he min­des­tens 30 cm betra­gen wegen der Eiab­la­ge
Fut­terInsek­ten (Gril­len, Heim­chen, Heu­schre­cken, Scha­ben etc.), dazu ein Vit­amin- und Mine­ral­stoff­prä­pa­rat
Beson­der­hei­tenSchleu­der­zun­ge, 342°-Blick, Tagak­tiv, Farb­wech­sel anhand von Stim­mun­gen
Sozi­al­ver­hal­tenEin­zel­gän­ger
Hal­tungDür­fen nur ein­zeln gehal­ten wer­den, Weib­chen sind schwie­ri­ger in der Hal­tung als Männ­chen

Übri­gens! 

Pan­ther­cha­mä­le­ons unter­lie­gen dem Arten­schutz­recht, wes­halb Du einen Her­kunfts­nach­weis für Dein Tier benö­tigst. Außer­dem musst Du es bei Dei­ner zustän­di­gen Behör­de anmel­den. Lei­der wer­den vie­le exo­ti­sche Tie­re ille­gal gehan­delt. Ach­te bit­te unbe­dingt dar­auf, dass Dein Pan­ther­cha­mä­le­on kein ille­ga­ler Wild­fang, son­dern eine ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Nach­zucht ist!

Wie sehen Pan­ther­cha­mä­le­ons aus? 

Cha­mä­le­ons brin­gen uns vor allem auf­grund ihrer schil­lern­den Far­ben­pracht zum Stau­nen. Kein ande­res Rep­til kommt so bunt daher wie das Pan­ther­cha­mä­le­on. Der Farb­schlag reicht von Knall­rot mit Weiß über Grün, Gelb oder Blau in vie­len ver­schie­de­nen Abstu­fun­gen.

Dass Cha­mä­le­ons ihre Far­be der Umge­bung oder dem Unter­grund anpas­sen, ist ein Trug­schluss. Die ver­schie­de­nen Far­ben geben Aus­kunft über ihren Gemüts­zu­stand und die­nen der Kom­mu­ni­ka­ti­on unter­ein­an­der. So kom­men ver­schie­de­ne Far­ben zustan­de, wenn ein Cha­mä­le­on unter Stress steht, Kampf­be­reit­schaft zeigt, paa­rungs­be­reit oder träch­tig ist. Des Wei­te­ren nut­zen Cha­mä­le­ons den Farb­wech­sel, um Son­nen­licht und Wär­me bes­ser auf­neh­men spei­chern zu kön­nen - sie wer­den beim Son­nen­ba­den also dunk­ler und sind damit auch bes­ser vor UV-Strah­lung geschützt. Die Farb­schlä­ge vari­ie­ren je nach Her­kunfts­ort der Tie­re und nicht jedes Cha­mä­le­on kann jede Far­be erzeu­gen.

Es gibt ver­schie­de­ne Lokal­for­men des Fur­ci­fer Par­da­lis. Sie wer­den nach den Her­kunfts-Orten benannt, aus denen sie stam­men. Es gibt also Pan­ther­cha­mä­le­ons mit einem Zusatz im Namen wie Ambi­lo­be, Ber­a­man­ja, Ampi­ta­be, Anka­ra­my, Nosy Faly, Cap Est, Djan­goa, Sam­ba­va, Anka­ra Ost, Anka­ra West, Anda­pa, Anki­fy, Antalaha, Fen­oari­vo, Manam­ba­to, Sam­bi­ra­no uvm.

Pantherchamäleon der Lokalform Ambilobe
Pan­ther­cha­mä­le­on der Lokal­form Ambi­lo­be (Männ­chen)

Mit einer Kör­per­län­ge von bis zu 50 Zen­ti­me­tern (Männ­chen) zäh­len Pan­ther­cha­mä­le­ons zu den grö­ße­ren Cha­mä­leon­ar­ten. 

Die­se beson­ders schil­lern­den Rep­ti­li­en fas­zi­nie­ren uns aber nicht nur wegen ihrer Far­ben­pracht, son­dern auch wegen ihres ein­zig­ar­ti­gen 342°-Sichtfeldes. Sie kön­nen bei­de Augen unab­hän­gig von­ein­an­der bewe­gen. Die Kom­bi­na­ti­on mit ihrer blitz­schnel­len Schleu­der­zun­ge macht sie zum per­fek­ten Insek­ten-Jäger.

Weibliches Pantherchamäleon
Weib­li­ches Pan­ther­cha­mä­le­on

Das Leben eines Pan­ther­cha­mä­le­ons

Nun wol­len wir uns das Leben eines Pan­ther­cha­mä­le­ons noch ein­mal genau­er anse­hen. Wel­che Geschlechts­un­ter­schie­de gibt es? Wie ver­hal­ten sich Pan­ther­cha­mä­le­ons in frei­er Natur? Hal­ten sie eine Win­ter­ru­he? Wie kom­men neue Pan­ther­cha­mä­le­ons zur Welt und wann sind sie aus­ge­wach­sen? Ant­wor­ten auf die­se und wei­te­re Fra­gen fin­dest Du jetzt:

Geschlechts­un­ter­schie­de: Weib­li­che Pan­ther­cha­mä­le­ons errei­chen inklu­si­ve Schwanz eine maxi­ma­le Kör­per­län­ge von 35 Zen­ti­me­tern und sind damit deut­lich klei­ner als ihre männ­li­chen Ver­tre­ter. Ganz so bunt sind die Ladys auch nicht. Sie kom­men haupt­säch­lich in rosa- und oran­ge­tö­nen daher. Ihre Far­be ver­än­dert sich haupt­säch­lich, um ihre Paa­rungs­be­reit­schaft mit­zu­tei­len oder Ver­eh­rern zu signa­li­sie­ren, dass sie bereits träch­tig sind.

Ver­hal­ten in frei­er Natur: In ihrem Her­kunfts­land, Mada­gas­kar und den umlie­gen­den Inseln, haben Pan­ther­cha­mä­le­ons sich an ver­schie­de­ne Lebens­räu­me und -bedin­gun­gen ange­passt. Sie bevor­zu­gen küs­ten­na­he Land­schaf­ten und leben dort haupt­säch­lich auf Büschen und Bäu­men. Sie lie­ben es tro­pisch warm und feucht.

Die tagak­ti­ven Tie­re gehen ihres Weges allein. Es ist ihr natür­li­ches Ver­hal­ten, Ein­zel­gän­ger zu sein. Des­halb soll­te man auch nie ver­su­chen, zwei oder meh­re­re Cha­mä­le­ons in Gefan­gen­schaft zu ver­ge­sell­schaf­ten. Das Zusam­men­tref­fen mit Art­ge­nos­sen bedeu­tet für die Tie­re enor­men Stress. 

Cha­mä­le­ons sind Lau­er­jä­ger. Sie war­ten an ihrem Aus­sichts­punkt, bis sich poten­ti­el­le Beu­te nähert und schla­gen dann wort­wört­lich zu - mit ihrer Zun­ge. Die blitz­schnel­le Reak­ti­on sieht nicht nur beein­dru­ckend aus, son­dern ist auch sehr effek­tiv. 

Pantherchamäleon beim Fressen
Pan­ther­cha­mä­le­on beim Fres­sen

Geschlechts­rei­fe & Nach­zucht: Mit ca. 10 Mona­ten wer­den Pan­ther­cha­mä­le­ons geschlechts­reif. In ihrem natür­li­chen Lebens­raum erstreckt sich die Paa­rungs­zeit etwa von Dezem­ber bis April. Paa­rungs­be­reit ist ein Weib­chen jedoch nur an etwa drei Tagen. Die Träch­tig­keit dau­ert 31 - 45 Tage. Am Ende die­ser Zeit legt das Cha­mä­le­on-Weib­chen zwi­schen 20 und 40 Eiern ab, die sie im Boden ver­gräbt. Etwa 7 bis 9 Mona­te spä­ter schlüpft in bes­ten Fall aus jedem Ei ein klei­nes Cha­mä­le­on. Von Tag 1 ihres Schlüp­fens sind die Babys auf sich gestellt und star­ten als Ein­zel­gän­ger ins Leben.

Beson­ders Ein­drucks­voll ist das Balz­ge­ha­be der Männ­chen. Wenn sie einem paa­rungs­be­rei­ten Weib­chen begeg­nen oder die­ses vor Kon­kur­ren­ten ver­tei­di­gen wol­len, geben sich die Männ­chen aller­größ­te Mühe, in den bun­tes­ten Far­ben zu leuch­ten. Das Balz­ri­tu­al beinhal­tet hef­ti­ges Kopf­ni­cken und den soge­nann­ten Hoch­zeits­marsch (ein schau­keln­der Gang, in dem sich das Männ­chen auf das Weib­chen zube­wegt).

Win­ter­ru­he: In der kal­ten Jah­res­zeit ist das Pan­ther­cha­mä­le­on deut­lich weni­ger aktiv. Es benö­tigt weni­ger Fut­ter und durch eine ver­kürz­te Beleuch­tungs­zeit kann auch im Ter­ra­ri­um eine Art Win­ter­ru­he simu­liert wer­den. Kom­plett in einen Win­ter­schlaf ver­fal­len die Tie­re jedoch nicht.

Wie alt wer­den Pan­ther­cha­mä­le­ons?

In Gefan­gen­schaft kann ein Pan­ther­cha­mä­le­on bis zu 7 oder sogar 8 Jah­re alt wer­den. Weib­chen wer­den in der Regel nicht ganz so alt wie Männ­chen. Es ist schwer zu sagen, wel­ches Alter Pan­ther­cha­mä­le­ons in frei­er Wild­bahn errei­chen. Dort sind die klei­nen Exo­ten deut­lich grö­ße­ren Gefah­ren aus­ge­setzt als bei einer Hal­tung im Ter­ra­ri­um. Fress­fein­de, inner­art­li­che Kon­kur­ren­ten und der Mensch sind ihre größ­te Bedro­hung. 

Die Hal­tung von Pan­ther­cha­mä­le­ons im Ter­ra­ri­um

Pan­ther­cha­mä­le­ons gel­ten als klei­ne Sen­si­bel­chen. Ihre Hal­tung soll­ten also nur erfah­re­ne Ter­r­aris­ti­ker ins Auge fas­sen. Anfän­ger in der Ter­r­aris­tik sind mit einem typi­schen Anfän­ger­tier wie Bar­taga­me, Leo­par­d­ge­cko oder Land­schild­krö­te bes­ser bera­ten. Die Hal­tung die­ser Tie­re schult Dich im Umgang mit Rep­ti­li­en und kann Dich auf Dei­nen Traum eines eige­nen Pan­ther­cha­mä­le­ons vor­be­rei­ten. 

Aus­stat­tung des Ter­ra­ri­ums für Pan­ther­cha­mä­le­ons

Allein die art­ge­rech­te Aus­stat­tung des Hoch­ter­ra­ri­ums erfor­dert Wis­sen, Lei­den­schaft und Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Ein Ter­ra­ri­um für Pan­ther­cha­mä­le­ons soll­te min­des­tens 120 cm x 70 cm x 150 cm (Län­ge x Brei­te x Höhe) groß sein. Ger­ne auch grö­ßer, solan­ge die Tem­pe­ra­tur ein­ge­hal­ten wer­den kann. Wich­tig ist, dass das Ter­ra­ri­um die benö­tig­te Feuch­tig­keit gut ver­trägt und nicht anfängt zu schim­meln. Es eig­nen sich daher Ter­ra­ri­en aus Glas, Kunst­stoff oder Holz, das zum Bei­spiel mit Epoxid­harz was­ser­fest gemacht wur­de. Bei Holz­ter­ra­ri­en kann der Boden­be­reich zusätz­lich mit ein­ge­kleb­ter Teich­fo­lie gegen Feuch­tig­keit geschützt wer­den.

Das Boden­sub­strat soll­te aus spe­zi­el­ler Ter­ra­ri­en­er­de bestehen und bei weib­li­chen Pan­ther­cha­mä­le­ons min­des­tens 30 Zen­ti­me­ter tief sein, damit das Pan­ther­cha­mä­le­on-Weib­chen dort ihre Eier able­gen kann. Dazu gräbt das Weib­chen einen Tun­nel den sie nach der Eiab­la­ge sorg­fäl­tig wie­der ver­schließt. Bei Männ­chen darf die Höhe des Boden­grun­des etwas nied­ri­ger aus­fal­len.

Ach­tung: Auch wenn ein Pan­ther­cha­mä­le­on-Weib­chen kei­nen Kon­takt zu einem Männ­chen hat, setzt sie in der Regel ein bis drei Mal in Jahr Eier an, die sie able­gen muss, auch wenn die­se nicht befruch­tet sind. Wenn kein feuch­tes, grab­fä­hi­ges Boden­sub­s­tat in aus­rei­chen­der Höhe zur Ver­fü­gung steht, droht eine lebens­ge­fähr­li­che Lege­not!

Des Wei­te­ren soll­te das Ter­ra­ri­um reich an Pflan­zen, Ästen, Wur­zeln und Lia­nen sein. Zwei von vier Außen­wän­den des Ter­ra­ri­ums soll­ten sicht­ge­schützt zum Bei­spiel aus Braun­kork oder Schwarz­kork­plat­ten bestehen. Der obe­re Teil und ein Sei­ten­teil des Ter­ra­ri­ums soll­ten aus einer luft­durch­läs­si­gen, sta­b­li­len Metall-Gaze bestehen, um für eine gute Belüf­tung im Ter­ra­ri­um zu sor­gen. Da Pan­ther­cha­mä­le­ons emp­find­li­che Lun­gen haben, ist die­se aus­rei­chen­de Belüf­tung sehr wich­tig. Ein Ter­ra­ri­um, das ledig­lich mit klei­nen Loch­ble­chen zur Belüf­tung aus­ge­stat­tet ist, eig­net sich für die­se Tie­re nicht!

Ach­tung: Kokos­fa­sern, klei­ne Stein­chen, Rin­den­mulch oder ähn­li­ches haben in einem Cha­mä­le­on-Ter­ra­ri­um nichts zu suchen! Wenn Dein Cha­mä­le­on aus Ver­se­hen Tei­le davon ver­schlu­cken wür­de, könn­te es zu Darm­ver­schlüs­sen und schwe­ren inne­ren Ver­let­zun­gen kom­men!

Bepflan­zung des Cha­mä­le­on-Ter­ra­ri­ums

Es gibt vie­le Pflan­zen, die Du in das Cha­mä­le­on-Ter­ra­ri­um set­zen kannst, aber auch vie­le, die abso­lut nicht in Fra­ge kom­men! Zu den Pflan­zen­ar­ten, die Dein Cha­mä­le­on lie­ben wird zäh­len zum Bei­spiel ver­schie­de­ne Far­ne, Bego­ni­en, Dra­chen­pal­men, Pas­si­flora, Berg­pal­men, Bir­ken­fei­gen, Grün­li­li­en und Efeu­tu­ten. Bit­te infor­mie­re Dich hier ganz genau, damit Du kein Grün ein­pflanzt, wel­ches für Dein Pan­ther­cha­mä­le­on gif­tig ist! Außer­dem dür­fen die Pflan­zen fürs Ter­ra­ri­um nicht mit Pflan­zen­schutz­mit­teln und künst­li­chen Dün­gern belas­tet sein.

Luft­feuch­tig­keit und Tem­pe­ra­tur im Ter­ra­ri­um

Um die Luft­feuch­tig­keit im Ter­ra­ri­um zu gewähr­leis­ten, kannst Du ent­we­der eine Bereg­nungs­an­la­ge mit Zeit­schalt­uhr instal­lie­ren oder selbst 2 bis 3 Mal täg­lich mit einer Sprüh­fla­sche etwas Was­ser im Ter­ra­ri­um ver­sprü­hen. Dabei ist es wich­tig dar­auf zu ach­ten, dass der Boden­grund nicht zu feucht wird oder sich stau­näs­se bil­det! Um die Schei­ben Dei­nes Ter­ra­ri­ums sau­ber zu hal­ten, soll­test Du ent­kalk­tes Was­ser zum Sprü­hen benut­zen. Hier kann ein Was­ser­fil­ter oder eine Osmo­se­an­la­ge sinn­voll sein.

Ach­tung: Ultra­schall­ver­neb­ler sind für die emp­find­li­chen Lun­gen von Cha­mä­le­ons nicht geeig­net! Brun­nen sind aus hygie­ni­schen Grün­den eben­falls nicht geeig­net.

Son­nen­plät­ze haben für Pan­ther­cha­mä­le­ons mit 32 - 35°C eine opti­ma­le Tem­pe­ra­tur. Das rest­li­che Ter­ra­ri­um soll­te eine kon­stan­te Tem­pe­ra­tur von 27 - 29°C auf­wei­sen. Ledig­lich in der Nacht kön­nen die Tem­pe­ra­tu­ren auf 20 bis 22 °C sin­ken und soll­ten das auch, damit Dein Pan­ther­cha­mä­le­on sich rund­um wohl­füh­len kann. Hier ist auch noch­mal wich­tig zu erwäh­nen, dass die Tem­pe­ra­tur-Vor­lie­ben von Art zu Art leicht vari­ie­ren kön­nen. Du soll­test Dich über den genau­en Her­kunfts­ort Dei­nes Pan­ther­cha­mä­le­ons und die dort herr­schen­den Tem­pe­ra­tu­ren genau infor­mie­ren, um den Lebens­raum im Ter­ra­ri­um opti­mal nach­ah­men zu kön­nen.

Beleuch­tung des Pan­ther­cha­mä­le­on-Ter­ra­ri­ums

Die Beleuch­tung ist bei Cha­mä­le­ons ein sehr wich­ti­ges The­ma. Cha­mä­le­ons asso­zi­ie­ren Licht mit Wär­me, daher wer­den sie hel­le Stel­len im Ter­ra­ri­um auf­su­chen, wenn sie sich auf­wär­men möch­ten und sich an dunk­le Stel­len zurück­zie­hen, wenn es ihnen zu warm ist. Des­halb muss ein Cha­mä­le­on-Ter­ra­ri­um immer über hel­le Beleuch­tung und nicht über ande­re Heiz­mög­lich­kei­ten (ohne Licht) wie Heiz­mat­ten, Kabel oder Infra­rot­stah­ler auf die benö­tig­te Tem­pe­ra­tur gebracht wer­den.

Als Grund­be­leuch­tung für das Ter­ra­ri­um eines Pan­ther­cha­mä­le­ons eig­nen sich bei­spiels­wei­se meh­re­re lan­ge T5-Röh­ren oder spe­zi­el­le LED-Leuch­ten für Ter­ra­ri­en. Zusätz­lich die­nen dem Cha­mä­le­on ein oder meh­re­re Wär­me­spots (Halo­gen­s­pots) als Mög­lich­keit sich auf­zu­wär­men.

Neben Hel­lig­keit und Wär­me spielt beim The­ma Beleuch­tung die Ver­sor­gung mit UV-Licht eine beson­de­re Rol­le. Die­se ist für Cha­mä­le­ons sehr wich­tig und soll­te mit hoch­wer­ti­gen Lam­pen wie spe­zi­el­len HQI-Strah­lern (zum Bei­spiel von Solar Rap­tor oder Lucky Rep­ti­le) oder der Osram Ultra-Vita­lux sicher­ge­stellt wer­den. Wäh­rend HQI-Strah­ler den gan­zen Tag im Ter­ra­ri­um betrie­ben wer­den kön­nen und so gleich­zei­tig dau­er­haf­te Wär­me pro­du­zie­ren, wird die Osram Ultra-Vita­lux nur zur zeit­wei­sen Bestrah­lung mit UV-Licht für 15-30 Minu­ten täg­lich zuge­schal­tet.

Im Han­del (meist güns­tig) ange­bo­te­ne UV-Kom­pakt­lam­pen (qua­si auf­ge­wi­ckel­te Leucht­stoff­röh­ren) sind für Cha­mä­le­ons nicht geeig­net!

Wich­tig ist neben der Aus­wahl der rich­ti­gen Beleuch­tung auch deren Anbrin­gung. Falsch ange­brach­te Lam­pen kön­nen gro­ßen Scha­den anrich­ten, zum Bei­spiel Ver­bren­nun­gen und Augen­pro­ble­me. Gera­de bei UV-Lam­pen muss der auf der Ver­pa­ckung ange­ge­be­ne Min­dest­ab­stand zum Tier unbe­dingt ein­ge­hal­ten wer­den. Aber auch die ande­ren Lam­pen soll­ten ober­halb des Ter­ra­ri­ums ange­bracht wer­den, sodass sich zwi­schen dem Cha­mä­le­on und der Beleuch­tung die Metall-Gaze befin­det, die Dein Tier vor Ver­bren­nun­gen schützt.

Ach­tung: Bit­te auch unbe­dingt die Tem­pe­ra­tur an der Metall-Gaze über­prü­fen, da man­che Cha­mä­le­ons auch an die­ser ent­lang klet­tern und sich ver­bren­nen kön­nen.

Die Beleuch­tungs­dau­er soll­te im Som­mer 12 bis 14 Stun­den täg­lich und im Win­ter 10 bis 12 Stun­den täg­lich betra­gen.

Sons­ti­ge Aus­stat­tung im Ter­ra­ri­um

Zwi­schen Kork­wän­den und Pflan­zen bleibt noch etwas Platz im Ter­ra­ri­um. Hier darfst Du ger­ne Äste und Wur­zeln dra­pie­ren, auf denen Dein Cha­mä­le­on klet­tern und sich aus­ru­hen kann. Die Äste dür­fen dabei ger­ne ver­schie­de­ne Stär­ken von dick bis dünn auf­wei­sen. Die meis­ten davon soll­ten aller­dings gera­de so dick sein, dass sie Dein Cha­mä­le­on gemüt­lich umfas­sen kann. Zum Ver­bin­den der ver­schie­de­nen Klet­ter­mög­lich­kei­ten kannst zu ent­we­der Schrau­ben, natur­be­las­sen­de Kor­del oder Kabel­bin­der ver­wen­den.

Da Cha­mä­le­ons nicht aus ste­hen­den Gewäs­sern trin­ken, son­dern Was­ser­trop­fen von den Pflan­zen lecken, emp­fiehlt sich eine Tropf­trän­ke. Bei die­ser ist auf eine gute Hygie­ne und täg­li­chen Was­ser­wech­sel zu ach­ten!

Pantherchamäleon der Lokalform Nosy Faly
Pan­ther­cha­mä­le­on der Lokal­form Nosy Faly

Was fres­sen Pan­ther­cha­mä­le­ons?

Pan­ther­cha­mä­le­ons sind Kar­ni­vo­re, also Fleisch­fres­ser. Im Ter­ra­ri­um ver­na­schen sie aber auch gele­gent­lich etwas Obst oder Gemü­se - aber nicht alle und auch nicht oft.

Mache Dir bit­te unbe­dingt bewusst, dass Dein Pan­ther­cha­mä­le­on leben­de Fut­ter­tie­re frisst. Die­se haben natür­lich bis zum letz­ten Abend­mahl auch ein Recht auf ein wür­di­ges Leben in Dei­ner Woh­nung! 

Fra­ge Dich vor der Anschaf­fung eines kar­ni­vo­ren Rep­tils bit­te, ob Du ein Pro­blem damit hast, leben­de Tie­re zu ver­füt­tern.

Wich­tig ist bei der Füt­te­rung des Cha­mä­le­ons auch die regel­mä­ßi­ge Gabe von Cal­ci­um (zum Bei­spiel in Form von Sepia-Pul­ver*) und eines Vit­amin-Mine­ral­stoff-Prä­pa­ra­tes, wie zum Bei­spiel Kor­vi­min ZVT+Reptil* oder Her­pe­tol. Mit sol­chen Prä­pa­ra­ten wer­den die Insek­ten bestäubt, die Du ver­füt­tern möch­test. 

Des Wei­te­ren lie­ben Pan­ther­cha­mä­le­ons Wie­sen­plank­ton, also selbst gefan­ge­ne, frei leben­de Insek­ten. Aber Ach­tung: Nicht jedes unse­rer frei Leben­den Insek­ten ist geeig­net. Man­che sind sogar beson­ders geschützt. Daher soll­test Du nicht ein­fach mit einem Kescher zur nächs­ten Wie­se los­zie­hen, son­dern Dich vor­her genau infor­mie­ren, wel­che Insek­ten es in Dei­ner Umge­bung gibt und wel­che davon Du ver­füt­tern darfst!

Spei­se­plan von Pan­ther­cha­mä­le­ons

Die­se Insek­ten und Wir­bel­lo­sen kannst Du Dei­nem Pan­ther­cha­mä­le­on regel­mä­ßig füt­tern:

  • Heim­chen
  • Gril­len
  • Asseln
  • Scha­ben
  • Heu­schre­cken
  • Flie­gen
  • Frucht­flie­gen
  • Läu­se (z.B. Erb­sen- und Wei­zen­blatt­läu­se)
  • Boh­nen­kä­fer

Fol­gen­de Insek­ten sind sehr fett­reich und soll­ten daher nur sel­ten auf dem Spei­se­plan Dei­nes Pan­ther­cha­mä­le­ons ste­hen:

  • Zopho­bas
  • Rosen­kä­ferlar­ven
  • Mehl­wür­mer
  • Wachs­ma­den & -mot­ten

Good to know: Wenn Dein Cha­mä­le­on noch im Wachs­tum ist, wird es eine grö­ße­re Fut­ter­men­ge benö­ti­gen, als ein aus­ge­wach­se­nes Cha­mä­le­on. Du darfst Dein far­ben­fro­hes Jung­tier­chen ger­ne jeden Tag füt­tern, wenn es älter ist, soll­test Du es nur noch 2 bis 3 Mal die Woche füt­tern. Ach­te ein biss­chen auf sei­ne Linie und füt­te­re ihm nicht nur fet­ti­ge Lar­ven und Mehl­wür­mer.

Pantherchamäleon der Lokalform Sambava
Pan­ther­cha­mä­le­on der Lokal­form Sam­ba­va

Pan­ther­cha­mä­le­ons: Umgang und Pfle­ge

Der rich­ti­ge Umgang mit einem Pan­ther­cha­mä­le­on ist sehr wich­tig, damit es sich bei Dir Zuhau­se wohl­fühlt. Jedes Tier bringt sei­ne eige­nen Vor­lie­ben und Ver­hal­tens­wei­sen mit sich. Fakt ist, dass Cha­mä­le­ons kei­ne Kuschel­tie­re sind. Du soll­test Dein Cha­mä­le­on sel­ten bis gar nicht aus sei­nem Ter­ra­ri­um holen. Auch wenn eini­ge Tie­re mit der Zeit zahm wer­den und ihre Bezugs­per­son ken­nen und sich an sie erin­nern, gefällt es den meis­ten Rep­ti­li­en nicht, aus ihrem Lebens­raum (in dem Fall ihrem Ter­ra­ri­um) stän­dig her­aus­ge­ris­sen zu wer­den. Beden­ke, dass sie ein ganz ande­res Tem­pe­ra­tur­emp­fin­den haben als wir und nicht wie unse­re domes­ti­zier­ten Haus­hun­de auf den Men­schen geprägt sind.

Du merkst, dass Dein neu ein­ge­zo­ge­nes Pan­ther­cha­mä­le­on sich ein­ge­lebt und an Dich gewöhnt hat, wenn es Dir nicht mehr mit offe­nem Maul, Kopf­ni­cken und ande­ren Droh­ge­bär­den ent­ge­gen tritt. Nach und nach zeigt es weni­ger Anzei­chen von Stress, wenn Du Dich in sei­ner Nähe auf­hältst. Das bedeu­tet aber trotz­dem nicht, dass Du es andau­ernd auf Hän­den tra­gen soll­test - Ledig­lich für die regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung des Ter­ra­ri­ums oder für den Ganz zum Tier­arzt soll­te Dein Cha­mä­le­on kurz­zei­tig umge­setzt wer­den. Grei­fe es bit­te dazu bit­te nicht wie ein Raub­vo­gel von oben - das könn­te ihm Angst machen und es dazu brin­gen, Dich zu bei­ßen. Bes­ser ist, wenn Du ihm die Hand mit gespreiz­ten Fin­dern anbie­test, auf die es her­auf klet­tern kann. Das braucht natür­lich etwas Zeit, Geduld, Übung und Ver­trau­en. Viel­leicht musst Du es auch mit einem Fut­ter­tier auf Dei­ne Hand locken.

Rei­ni­gung des Pan­ther­cha­mä­le­on-Ter­ra­ri­ums

Das Ter­ra­ri­um Dei­nes Pan­ther­cha­mä­le­ons musst Du regel­mä­ßig rei­ni­gen, damit sich kei­ne Bak­te­ri­en und ande­re Mikro­or­ga­nis­men dar­in ansie­deln. 

Bit­te über­prü­fe das Ter­ra­ri­um täg­lich auf Hin­ter­las­sen­schaf­ten, die Du besei­ti­gen kannst. Du kannst sie mit einer klei­nen Kot-Schau­fel oder nor­ma­lem Haus­halts­pa­pier ent­fer­nen. Bit­te wische auch ver­schmutz­te Äste ab. Ein­mal in der Woche soll­test Du das Ter­ra­ri­um gründ­lich rei­ni­gen und Dein Cha­mä­le­on solan­ge an einem gut geschütz­ten Ort unter Auf­sicht unter­brin­gen. Hier darfst Du ger­ne alle Ecken etwas genau­er kon­trol­lie­ren. Jedes hal­be Jahr emp­fiehlt sich außer­dem eine aus­gie­bi­ge Kom­plett­rei­ni­gung des Ter­ra­ri­ums zum Bei­spiel mit einem Dampf­strah­ler.

Männliches Pantherchamäleon im Terrarium
Männ­li­ches Pan­ther­cha­mä­le­on im Ter­ra­ri­um

Fazit: Kann ich ein Pan­ther­cha­mä­le­on gut im Ter­ra­ri­um hal­ten?

Ja, Du kannst ein Pan­ther­cha­mä­le­on gut im Ter­ra­ri­um hal­ten. Wobei “gut” immer irgend­wie rela­tiv ist, wenn es dar­um geht, ein Wild­tier ein­zu­sper­ren. Bit­te ach­te dar­auf, dass es sich bei Dei­nem Pan­ther­cha­mä­le­on nicht um einen Wild­fang han­delt, son­dern um eine ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Nach­zucht. Ein Tier, das in der Wild­nis gebo­ren ist und dort gelebt hat, wird sich mit der Hal­tung im Ter­ra­ri­um eher schwer tun. 

Pan­ther­cha­mä­le­ons sind sen­si­ble Tie­re. Ihre Hal­tung erfor­dert eini­ges an Wis­sen über die­se spe­zi­el­le Art. Bes­ten­falls hast Du schon ers­te Erfah­run­gen mit der Ter­r­aris­tik gemacht, bevor Du Dir ein Pan­ther­cha­mä­le­on zulegst. Bei Ter­ra­ri­en­tie­ren ist es sehr wich­tig, eine art­ge­rech­te Tem­pe­ra­tur und Luft­feuch­tig­keit zu hal­ten, sowie eine pass­ge­naue Belüf­tung, Bereg­nung und Beleuch­tung ein­zu­bau­en. 

Mache Dir auch bewusst, dass es sich bei einem Cha­mä­le­on nicht um ein Kuschel­tier han­delt. Die meis­ten Rep­ti­li­en ver­las­sen ihr Revier nur ungern.

Wenn Du Dich aus­gie­big infor­miert hast und das Pan­ther­cha­mä­le­on Dir nicht mehr aus dem Kopf geht, fol­ge Dei­nem Her­zen. Die obers­te Prio­ri­tät bei all Dei­nen Ent­schei­dun­gen soll­te immer das Wohl des Tie­res sein. Bist Du bereit für ein Pan­ther­cha­mä­le­on? Passt Dei­ne Lebens­wei­se und Dein Lebens­raum zu einem Rep­til? Was sind Dei­ne Beweg­grün­de für die Anschaf­fung eines Pan­ther­cha­mä­le­ons? Wer kann sich küm­mern, wenn Du mal ver­hin­dert bist? 

Es gibt vie­le Fra­gen zu klä­ren, bevor man sich für ein Haus­tier ent­schei­det! Wir dan­ken Dir fürs Lesen und hof­fen, wir konn­ten Dir wei­ter­hel­fen.

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