Korn­nat­tern und ihre Hal­tung im Ter­ra­ri­um

Die Korn­nat­ter (Pan­thero­phis gut­ta­tus) stammt aus Nord­ame­ri­ka und ist mitt­ler­wei­le in vie­len Wohn­zim­mer-Ter­ra­ri­en rund um den Glo­bus ein­ge­zo­gen. Sie gilt als belieb­tes Ter­ra­ri­en­tier für Anfän­ger und wir ver­ra­ten Dir heu­te, war­um! Außer­dem erfährst Du in die­sem Arti­kel, wor­auf es bei der Hal­tung von Korn­nat­tern im Ter­ra­ri­um ankommt, was die ungif­ti­ge Wür­ge­schlan­ge frisst und wel­che Pfle­ge sie benö­tigt. Wenn Du mit dem Gedan­ken spielst, Dir eine Kor­ni zuzu­le­gen, wird Dir unser Arti­kel bei der Ent­schei­dung für oder gegen die­se Schlan­gen­art hel­fen. Schön, dass Du da bist und viel Spaß beim Lesen!

Steck­brief einer Korn­nat­ter

Damit Du Dir einen kur­zen Über­blick über die Korn­nat­ter ver­schaf­fen kannst, haben wir einen klei­nen Steck­brief ange­legt. Hier fin­dest Du inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen und Fak­ten zur Korn­nat­ter.

Her­kunftNord­ame­ri­ka (Kana­da bis Flo­ri­da)
Lebens­raumLaub- und Kie­fern­wäl­der, auf Bäu­men, in Plan­ta­gen und am Feld­rand
Gewicht200 - 800 Gramm
Lebens­er­war­tung15 - 20 Jah­re
Ter­ra­ri­en-TypTro­pen­ter­ra­ri­um
Ter­ra­ri­en­grö­ße120 x 60 x 120 cm (Län­ge x Brei­te x Höhe)
Tem­pe­ra­tur im Ter­ra­ri­um25 - 40 Grad Cel­si­us, je nach Bereich
Luft­feuch­tig­keit40 - 60 %
Ein­rich­tungKlet­ter­mög­lich­kei­ten, Ver­ste­cke mit feuch­tem Spha­gnum Moos, Was­ser­scha­le zum Baden und Trin­ken, ech­te oder Kunst­stoff­pflan­zen, Tech­nik-Zube­hör
Boden­grundPini­en­sub­strat
Fut­terMäu­se (und Vögel)
Beson­der­hei­tenAuf­grund ihrer fried­li­chen und pfle­ge­leich­ten Art sind Kor­nis belieb­te Tie­re für den Ein­stieg in die Ter­raris­tik
Sozi­al­ver­hal­tenEin­zel­gän­ger
Hal­tungEin­zeln

Wie sehen Korn­nat­tern aus? 

Die Korn­nat­ter hat sich in Nord­ame­ri­ka weit ver­brei­tet. Je nach Her­kunfts­ge­biet vari­iert auch das Erschei­nungs­bild der mit­tel­gro­ßen Nat­ter. Sie ist all­ge­mein schlank, mit einem zier­li­chen Kopf. Beson­ders ins Auge fällt die schö­ne und detail­lier­te Zeich­nung der Korn­nat­ter. Weib­chen die­ser Gat­tung errei­chen eine Kör­per­grö­ße von bis zu 1,70 Metern, wäh­rend Männ­chen mit maxi­mal 1,40 Metern Kör­per­län­ge deut­lich klei­ner sind. Das Gewicht der Schlan­ge vari­iert zwi­schen 200 und 800 Gramm, je nach Grö­ße und Ernäh­rungs­zu­stand.

Wildfarbene Kornnatter
Wild­far­be­ne Korn­nat­ter

Korn­nat­ter-Far­ben

Ursprüng­lich kommt die Korn­nat­ter in Wild­far­ben vor. Je nach Ver­brei­tungs­ge­biet kön­nen die­se grau, oran­ge bis hin zu einem kräf­ti­gen Braun­stich mit recht­ecki­gem Mus­ter sein. Je wei­ter süd­lich die Korn­nat­ter lebt, des­to farb­in­ten­si­ver ihr Look. Typisch für die Korn­nat­ter ist das fei­ne “Schach­brett­mus­ter” auf der Kör­per­un­ter­sei­te. Auf­grund der Zucht gibt es heut­zu­ta­ge vie­le ver­schie­de­ne Farb­mor­phen. Um die Korn­nat­ter Far­ben zu ver­ste­hen, musst Du Dich inten­siv in die Farb­welt ein­le­sen. Es gibt Farb­schlä­ge mit den Namen Blood­red, Snow, Ghost, Bliz­zard, Can­dy­ca­ne, Pew­ter, Phan­tom, Sun­kissed, Ultra, Zig­Zag und vie­le wei­te­re.

Kornnattern gibt es in vielen verschiedenen Farbvarianten
Korn­nat­tern gibt es in vie­len ver­schie­de­nen Farb­va­ri­an­ten

Wel­che Geschlechts­un­ter­schie­de gibt es bei Korn­nat­tern?

Anders als bei den meis­ten Schlan­gen, ist ein Korn­nat­ter Weib­chen grö­ßer als das Männ­chen. Bei einer Schlan­ge, die län­ger ist als 1,40 Meter, kannst Du davon aus­ge­hen, dass es sich um ein Weib­chen han­delt. Mit dem blo­ßen Auge las­sen sich ansons­ten kei­ne Geschlechts­un­ter­schie­de fest­stel­len.

Korn­nat­ter-Ver­hal­ten

Die Korn­nat­ter, auch Gewöhn­li­che Korn­nat­ter genannt, ist eine däm­me­rungs- und nacht­ak­ti­ve Klet­ter­schlan­ge. Als Lau­er­jä­ger ver­bringt sie den größ­ten Teil der Zeit in ihrem Ver­steck oder auf Bäu­men, um dort poten­ti­el­ler Beu­te auf­zu­lau­ern. Dazu zäh­len klei­ne Säu­ge­tie­re wie Mäu­se und Rat­ten, Amphi­bi­en, Rep­ti­li­en und Vögel. Die Korn­nat­ter ist nicht gif­tig, was ein Grund ist, war­um sie ger­ne als Ter­ra­ri­en­tier gehal­ten wird. Auch Anfän­ger in der Ter­raris­tik erfreu­en sich an der pfle­ge­leich­ten Schlan­ge. Bei der Hal­tung im Ter­ra­ri­um soll­test Du Dei­ner Korn­nat­ter ermög­li­chen, ihren natür­li­chen Bedürf­nis­sen nach­zu­ge­hen. Dazu zäh­len Klet­ter­mög­lich­kei­ten und Ver­ste­cke, sowie eine ange­mes­se­ne Tem­pe­ra­tur und Luft­feuch­tig­keit, damit Dei­ne Schlan­ge sich rund­um wohl­füh­len kann. Was es dazu braucht, erfährst Du wei­ter unten im Text.

Hal­ten Korn­nat­tern eine Win­ter­ru­he?

Nicht jede Korn­nat­ter hält Win­ter­ru­he! Wäh­rend Korn­nat­tern aus nörd­li­chen Gebie­ten, nahe der Gren­ze zu Kana­da, durch­aus eine Win­ter­ru­he hal­ten, ken­nen Korn­nat­tern aus süd­li­chen, eher tro­pi­schen bis sub­tro­pi­schen Gebie­ten die­ses Ver­hal­ten nicht. Da das Ver­brei­tungs­ge­biet von Korn­nat­tern sich durch ganz Nord­ame­ri­ka zieht, brin­gen die Schlan­gen je nach Lebens­raum unter­schied­li­che Bedürf­nis­se mit.

Bei der Hal­tung im Ter­ra­ri­um soll­test Du Dei­ner ungif­ti­gen Wür­ge­schlan­ge eine Win­ter­ru­he gewäh­ren. In die­ser Zeit benö­tigt Dei­ne Korn­nat­ter kein Fut­ter und hat Zeit, um sich zu rege­ne­rie­ren.

Kornnattern gelten als Terrarientiere für Anfänger
Korn­nat­tern gel­ten als Ter­ra­ri­en­tie­re für Anfän­ger

Sind Korn­nat­tern gif­tig oder gefähr­lich?

Nein, Korn­nat­tern sind nicht gif­tig! Sie gehö­ren zu den ungif­ti­gen Wür­ge­schlan­gen. Das ist ein Grund, war­um die mit­tel­gro­ße Schlan­ge auch für vie­le Ter­raris­tik-Anfän­ger inter­es­sant ist. 

Aber Ach­tung: Auch eine Korn­nat­ter kann kräf­tig zubeis­sen! Nor­ma­ler­wei­se gilt die­se Schlan­gen­art aber als fried­lich. Fühlt sie sich jedoch bedroht oder ist gro­ßem Stress aus­ge­setzt, zeigt sie ein schlan­gen­ty­pi­sches Abwehr­ver­hal­ten.

Wann ist eine Korn­nat­ter aus­ge­wach­sen?

Mit einem Alter von etwa 2 - 3 Jah­ren gilt eine Korn­nat­ter als aus­ge­wach­sen. Schlan­gen wach­sen jedoch ihr Leben lang wei­ter, ab die­sem Zeit­punkt aller­dings nicht mehr ganz so schnell.

Wun­de­re Dich nicht, wenn Dei­ne Kor­ni “nur” eine Län­ge von 100 cm erreicht - nicht alle Tie­re wer­den 1,40 Meter lang oder län­ger!

Korn­nat­ter-Alter: Wie alt wer­den Kor­nis?

Korn­nat­tern kön­nen 15 - 20 Jah­re alt wer­den. Das ist wich­tig zu wis­sen, wenn Du mit dem Gedan­ken spielst, Dir ein sol­ches Exem­plar zuzu­le­gen. Du ent­schei­dest Dich damit, für einen Zeit­raum von bis zu 20 Jah­ren die Ver­ant­wor­tung für ein Lebe­we­sen zu tra­gen! Kannst Du Dir das vor­stel­len?

Korn­nat­ter: Art­ge­rech­te Hal­tung im Ter­ra­ri­um

Wenn es um die art­ge­rech­te Hal­tung von Korn­nat­tern im Ter­ra­ri­um geht, soll­test Du Dich zunächst fra­gen: 

  • Ist es über­haupt art­ge­recht, ein Tier in einen Glas­kas­ten zu sper­ren? 
  • Kann ich es ver­ant­wor­ten, jeden Tag auf ein ein­ge­sperr­tes Tier zu bli­cken?

Wenn Du mit den Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen leben kannst, soll­test Du ver­su­chen, Dei­ner Korn­nat­ter ein mög­lichst art­ge­rech­tes Leben zu besche­ren. 

Das bedeu­tet: Ihren natür­li­chen Lebens­raum so gut wie mög­lich nach­zu­ah­men und ihr die Mög­lich­keit zu bie­ten, ihren natür­li­chen Bedürf­nis­sen nach­zu­ge­hen. Korn­nat­tern gel­ten gene­rell als pfle­ge­leich­te Ter­ra­ri­en­tie­re und kön­nen sich gut an ver­schie­de­ne Tem­pe­ra­tu­ren anpas­sen. Bei der Hal­tung im Ter­ra­ri­um mag Dei­ne Korn­nat­ter Tem­pe­ra­tu­ren von rund 25 bis 30 Grad Cel­si­us. Direkt unter dem Wär­me­s­pot darf es ein lau­schi­ges Plätz­chen mit höhe­rer Tem­pe­ra­tur (bis zu 40 °C) geben. Wie vie­le Wär­me­quel­len Du benö­tigst, hängt von der Grö­ße des Ter­ra­ri­ums sowie der Umge­bungs­tem­pe­ra­tur im Raum ab. Wich­tig ist, dass Du die Strah­ler so anbringst, dass Dei­ne Schlan­ge sich nicht dar­an ver­bren­nen kann! Die Beleuch­tungs­zeit pro Tag beträgt 10 - 12 Stun­den. In der Nacht kannst Du sowohl die Beleuch­tung als auch die Wär­me­quel­len aus­schal­ten - dafür emp­fiehlt sich eine Zeit­schalt­uhr. Bei einer Luft­feuch­tig­keit von 40 - 60 % fühlt sich Dei­ne Kor­ni am wohls­ten! Du kannst in meh­re­ren Ecken des Ter­ra­ri­ums feuch­tes Spha­gnum Moos ver­tei­len, um die Luft­feuch­tig­keit zu erhö­hen und zusätz­li­che Ver­ste­cke zu bie­ten.

Für die Korn­nat­ter Hal­tung braucht es:

  • Ein Glas­ter­ra­ri­um, wel­ches Du an 1 bis 3 Wän­den mit Kork­plat­ten ver­klei­dest. Die­se die­nen als Blick­schutz und sie spei­chern auch etwas die Wär­me im Ter­ra­ri­um.
  • Das Ter­ra­ri­um soll­te für eine Korn­nat­ter bis zu einer Kör­per­län­ge von 1,40 Metern min­des­tens 120x60x120 (Län­ge x Brei­te x Höhe) betra­gen. Beden­ke, dass es sich um Klet­ter­schlan­gen han­delt, wes­halb das Ter­ra­ri­um aus­rei­chend hoch sein muss. Grö­ße­re Schlan­ge = Grö­ße­res Ter­ra­ri­um!

Korn­nat­ter Ter­ra­ri­um: Zube­hör, Ein­rich­tung und Pflan­zen

Um das Ter­ra­ri­um Dei­ner Korn­nat­ter opti­mal aus­zu­stat­ten, benö­tigst Du fol­gen­de Uten­si­li­en:

  • Ein Ther­mo-Hygro­me­ter
  • Ca. 100 Watt Bas­king Spot als Wär­me­quel­le, Ggf. zusätz­lich einen Kera­mik­strah­ler oder eine Heiz­mat­te
  • Spe­zi­el­le LED-Lam­pe oder T5-Röh­ren als Grund­be­leuch­tung
  • Klet­ter­äs­te und Wur­zeln
  • Kera­mik­scha­le oder Natur­stein­op­tik-Scha­le für Was­ser (aus­rei­chend groß, damit Dei­ne Nat­ter dar­in baden kann)
  • Ver­steck­mög­lich­kei­ten aus Natur­stein mit feuch­tem Spha­gnum Moos aus­ge­klei­det
  • Kork­plat­ten zur Iso­lie­rung der Rück- und Sei­ten­wän­de
  • Eine Zeit­schalt­uhr für die Beleuch­tung
  • Ggf. ein Schloss, um das Ter­ra­ri­um zu ver­schlie­ßen

Wich­tig ist, dass Du Dei­ner Korn­nat­ter aus­rei­chend Klet­ter- und Ver­steck­mög­lich­kei­ten bereit­stellst. Dazu eig­nen sich zum Bei­spiel Wur­zeln und Wein­re­ben oder selbst gesam­mel­te Äste aus dem Wald. Eine Natur­stein­höh­le dient Dei­ner Kor­ni als Rück­zugs­ort. Auch robus­te Pflan­zen eig­nen sich gut zum Klet­tern und Ver­ste­cken - wir emp­feh­len Dir hier­für vor allem Efeu­tu­ten. Bit­te ach­te dar­auf, dass Du nur Pflan­zen in das Ter­ra­ri­um setzt, wel­che für Dei­ne Korn­nat­ter nicht gif­tig sind! Bei der Aus­wahl soll­test Du außer­dem auf Pflan­zen zurück­grei­fen, die kei­nen Pes­ti­zi­den aus­ge­setzt wur­den!

War­um Du das Ter­ra­ri­um Dei­ner Korn­nat­ter mit einem Schloss ver­se­hen soll­test? 

Nicht nur, um flin­ke Kin­der­hän­de oder neu­gie­ri­ge Besu­cher davon abzu­hal­ten, Dei­ne Korn­nat­ter zu “befrei­en”, son­dern auch, weil die cle­ve­ren Tie­re sich sonst ger­ne selbst Zugang zu Dei­ner Woh­nung ver­schaf­fen.

Noch ein Tipp: Wenn Du Dich wirk­lich für die Hal­tung von Korn­nat­tern inter­es­sierst, soll­test Du aktu­el­le Lek­tü­re in Form von Büchern ver­schlin­gen und Dich nicht nur auf Wis­sen aus dem Inter­net ver­las­sen!

Fut­ter für Korn­nat­tern: Was fres­sen Korn­nat­tern?

Korn­nat­tern fres­sen in frei­er Wild­bahn Mäu­se und klei­ne Rat­ten, Amphi­bi­en, Rep­ti­li­en und Vögel. Bei der Hal­tung im Ter­ra­ri­um reicht es aus, wenn Du Dich auf die Füt­te­rung von Mäu­sen und ggf. klei­nen Rat­ten beschränkst. Dabei sind die Nat­tern so dank­bar, dass sie sich auch mit dem Ver­spei­sen toten Säu­ge­tie­ren zufrie­den geben. Du kannst also Glück haben und um die Füt­te­rung von Lebend­tie­ren her­um­kom­men. Die Grö­ße und Men­ge der Fut­ter­mäu­se hängt von Alter, Grö­ße und Geschlecht Dei­ner Korn­nat­ter ab.

  • Baby-Kor­nis fres­sen alle 3 bis 5 Tage eine klei­ne Maus
  • Adul­te Männ­chen begnü­gen sich etwa alle 2 Wochen mit der Füt­te­rung von 1 bis 3 Mäu­sen
  • Adul­te Weib­chen fres­sen alle 1 - 2 Wochen ca. 1 bis 3 Mäu­se

Schlan­gen fres­sen Mäu­se immer vom Kopf an. Ver­sucht Dei­ne Nat­ter die Maus von hin­ten oder quer zu fres­sen, ist das ein Anzei­chen dafür, dass die Maus zu klein ist. In die­sem Fall pro­bie­re es beim nächs­ten Mal ger­ne mit einer grö­ße­ren Maus oder einer klei­nen Rat­te. Für die Füt­te­rung soll­test Du außer­dem eine Pin­zet­te ver­wen­den, damit das Fut­ter­tier nicht Dei­nen Geruch annimmt und Dei­ne Schlan­ge Dich nicht aus­ver­se­hen auch mal beißt.

Was fressen Kornnattern
Was fres­sen Korn­nat­tern?

Umgang und Pfle­ge von Korn­nat­tern

Sie sind über­wie­gend brav und anstän­dig, sagt man der Korn­nat­ter nach. Die fried­li­chen Wür­ge­schlan­gen sind weder gif­tig noch gefähr­lich. Ledig­lich der Moment, in dem Du Dei­ne Kor­ni aus dem Ter­ra­ri­um her­aus­nimmst, birgt die Gefahr, gebis­sen zu wer­den. Hier emp­fiehlt sich ein Schlan­gen­ha­ken. Natür­lich soll­test Du Dei­ne Korn­nat­ter nicht pro­vo­zie­ren oder unnö­tig stres­sen, sonst bist Du ganz ein­fach sel­ber Schuld, wenn sie sich weh­ren soll­te.

Die Pfle­ge Dei­ner Korn­nat­ter besteht aus einer art­ge­rech­ten Füt­te­rung, der gewis­sen­haf­ten Rei­ni­gung ihres Ter­ra­ri­ums und der Über­prü­fung ihres Ernäh­rungs- und Gesund­heits­zu­stands. Dazu zählt auch, regel­mä­ßig (min­des­tens 1x im Jahr) eine Kot­pro­be auf Para­si­ten unter­su­chen zu las­sen. 

Zur Rei­ni­gung des Ter­ra­ri­ums zählt:

  • Täg­li­ches Ent­fer­nen von Hin­ter­las­sen­schaf­ten
  • Täg­li­che Über­prü­fung der Tech­nik auf ihre Funk­ti­ons­fä­hig­keit
  • Fri­sches Was­ser alle 2 bis 3 Tage
  • Befeuch­ten und aus­tau­schen des Spha­gnum Moos nach Bedarf
  • 1x wöchent­lich Grund­rei­ni­gung aller Uten­si­li­en im hei­ßen Was­ser­bad, Des­in­fek­ti­on von fes­ten Gegen­stän­den mit natür­li­chen Mit­teln wie z.B. Zitro­nen­säu­re
  • 1x monat­lich Kom­plett-Rei­ni­gung des Ter­ra­ri­ums und aller Uten­si­li­en zum Bei­spiel mit einem Dampf­strah­ler

Fazit zur Korn­nat­ter-Hal­tung im Ter­ra­ri­um

Mache Dir auf jeden Fall bewusst, dass Dei­ne Korn­nat­ter voll­kom­men auf Dich ange­wie­sen ist! Des­halb ist es wich­tig, dass Du Dir aus­rei­chend Fach­wis­sen aneig­nest, um Dei­ner Nat­ter ein mög­lichst art­ge­rech­tes Leben zu besche­ren. Bevor Du Dich für eine Korn­nat­ter ent­schei­dest, soll­test Du die fol­gen­den Fra­gen für Dich beant­wor­ten:

  1. War­um möch­te ich eine Korn­nat­ter hal­ten?
  2. Passt eine Schlan­ge zu mei­nem Lebens­stil?
  3. Habe ich aus­rei­chend Platz für ein gro­ßes Ter­ra­ri­um?
  4. Bin ich in der Lage, 15 bis 20 Jah­re für ein Tier zu sor­gen?
  5. Habe ich aus­rei­chend finan­zi­el­le Mit­tel zur Ver­fü­gung?
  6. Wer kann sich um das Tier küm­mern, soll­te ich mal ver­hin­dert sein?
  7. Kann ich es ver­ant­wor­ten, ein Tier in ein Glas­ter­ra­ri­um zu sper­ren?
  8. Gibt es in mei­ner Nähe einen rep­ti­li­en­kun­di­gen Tier­arzt, der Schlan­gen behan­delt?
  9. Ist es für mich in Ord­nung, leben­de oder tote Mäu­se zu füt­tern?

Wir hof­fen, dass wir Dir mit die­sem Arti­kel eine klei­ne Über­sicht über die Korn­nat­ter und ihre Hal­tung im Ter­ra­ri­um geben und Dir bei der Ent­schei­dung für oder gegen eine Kor­ni als Haus­tier hel­fen konn­ten!

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Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen, Gründerin

Im Laufe meines Lebens hatte (und habe) ich schon unzählige Haustiere. Zudem war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine Tierliebe veranlasste mich dazu, als Bloggerin & Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und meine langjährigen Erfahrungen und mein umfangreiches Wissen über Tiere mit anderen zu teilen. Inspiriert durch die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon habe ich mich außerdem zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weitergebildet. Mit meinen Büchern und Blogs möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, deren Lebensqualität nachhaltig verbessern und so zu einem harmonischeren Zusammenleben von Mensch und Tier beitragen.