Leber­wurst für Hun­de: Wis­sens­wer­tes rund um Hun­de­le­ber­wurst

Vie­le Hun­de lie­ben Leber­wurst über alles. Grund hier­für ist ihr lecke­rer Geruch und Geschmack. Aber dür­fen Hun­de Leber­wurst für Men­schen essen oder soll­test Du bes­ser auf spe­zi­el­le Leber­wurst für Hun­de zurück­grei­fen? In die­sem Arti­kel erfährst Du alles Wich­ti­ge zum The­ma Leber­wurst für Hun­de. Außer­dem zei­gen wir Dir, wie Du Hun­de-Leber­wurst und Hun­de­kek­se mit Leber­wurst ganz ein­fach sel­ber machen kannst.

Leberwurst für Hunde
Leber­wurst für Hun­de

Was ist Leber­wurst eigent­lich?

Hier­zu­lan­de gehört Leber­wurst zu den belieb­tes­ten Wurst­sor­ten. Der geschmack­vol­le Brot­auf­strich ist dabei in ver­schie­de­nen Varia­tio­nen erhält­lich, zum Bei­spiel mit oder ohne Kalbs- und Geflü­gel­fleisch, geräu­chert oder gekocht. Zudem wird zwi­schen gro­ber, mit­tel­gro­ber und fei­ner Leber­wurst unter­schie­den.

Leber­wurst für uns Men­schen gehört zur Kate­go­rie der streich­fä­hi­gen Koch­würs­te und ent­hält einen ver­gleichs­mä­ßig hohen Fett­an­teil, der maß­geb­lich zum guten Geschmack der Wurst bei­trägt. Haupt­säch­lich besteht Leber­wurst aus vor­ge­koch­tem Schwei­ne­fleisch, aus Leber (von Schwein, Rind, Kalb oder Geflü­gel) sowie aus Gewür­zen. Nor­ma­le Leber­wurst wird über­wie­gend aus Schwei­ne­le­ber her­ge­stellt. Kalbs­le­ber­wurst muss gesetz­lich einen 15-pro­zen­ti­gen Min­dest­an­teil an Kalb- oder Jung­rind­fleisch ent­hal­ten. Geflü­gel­le­ber­wurst wird aus Geflü­gel­le­ber oder Geflü­gel­fleisch her­ge­stellt.

Dar­über hin­aus las­sen sich noch fol­gen­de Zuta­ten in Leber­wurst für Men­schen fin­den: Nitrit­pö­kel­salz, Kar­da­mom, Ing­wer, Piment, Pfef­fer, Majo­ran, Thy­mi­an, Bie­nen­ho­nig oder Zucker, gebra­te­ne Zwie­beln, Macis, Vanil­le, Farb­sta­bi­li­sa­to­ren, Kon­ser­vie­rungs­stof­fe und wei­te­re Zusatz­stof­fe.

Leberwurst gibt es in verschiedenen Varianten
Leber­wurst gibt es in ver­schie­de­nen Vari­an­ten

Dür­fen Hun­de nor­ma­le Leber­wurst essen?

Nein, Hun­de soll­ten kei­ne Leber­wurst essen, die für den mensch­li­chen Ver­zehr gedacht ist. Grund hier­für sind die vie­len ent­hal­te­nen Gewür­ze, Zusatz­stof­fe und Sal­ze. Die­se sind für Dei­nen Hund nicht gera­de gesund­heits­för­der­lich und kön­nen unter ande­rem zu Magen-Darm-Pro­ble­men füh­ren. Daher soll­test Du lie­ber auf spe­zi­el­le Leber­wurst für Hun­de zurück­grei­fen.

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Was ist Hun­de-Leber­wurst?

Hun­de-Leber­wurst wird ohne Gewür­ze und Salz her­ge­stellt. Zudem ent­hält sie kei­nen Zucker, kei­ne Farb­stof­fe, Kon­ser­vie­rungs­stof­fe und auch kei­ne Geschmacks­ver­stär­ker. Sie ist damit wesent­lich ver­träg­li­cher für Dei­nen Vier­bei­ner als nor­ma­le Leber­wurst für Men­schen. Du kannst sie sowohl an Wel­pen als auch an aus­ge­wach­se­ne Hun­de ver­füt­tern. Die­se Leber­wurst ist in der Regel glu­ten­frei und eig­net sich damit auch für Hun­de mit einer ent­spre­chen­den Unver­träg­lich­keit gegen­über bestimm­ten Getrei­de­ar­ten.

Spe­zi­el­le Hun­de­le­ber­wurst gibt es auch mit einem ver­min­der­ten Fett­an­teil. Die fett­ärms­ten Pro­dukt­va­ri­an­ten haben einen Fett­ge­halt von gera­de ein­mal vier bis sechs Pro­zent! Doch auch eine Hun­de­le­ber­wurst mit einem Fett­an­teil von 20-30 Pro­zent kann in klei­nen Men­gen Bestand­teil einer gesun­den Hun­de­er­näh­rung sein. In Hun­de-Leber­wurst ste­cken näm­lich zahl­rei­che gesun­de Inhalts­stof­fe wie zum Bei­spiel Vit­amin A, B-Vit­ami­ne, Vit­amin C und E sowie Kal­zi­um, Magne­si­um, Kali­um, Zink und auch Eisen.

Den­noch soll­te Leber­wurst nicht zu häu­fig und nur in klei­ne­ren Men­gen auf dem Spei­se­plan Dei­nes Lieb­lings ste­hen, denn in grö­ße­ren Men­gen kann das eigent­lich gesun­de Vit­amin A zu Beschwer­den wie Kopf­schmer­zen, Schwin­del, Müdig­keit oder Übel­keit füh­ren. Soll­te Dein Vier­bei­ner zu gro­ße Leber­wurst­men­gen geges­sen haben, ist es rat­sam, eine Tier­ärz­tin oder einen Tier­arzt zu kon­tak­tie­ren.

Hun­de­le­ber­wurst gibt es in Dosier­tu­ben, die vor allem unter­wegs sehr prak­tisch sind.

Wie viel Hun­de-Leber­wurst darf ein Hund fres­sen?

Hin­sicht­lich der maxi­ma­len Leber­wurst­men­ge für Hun­de gel­ten fol­gen­de Richt­li­ni­en:

  • Klei­ne Hun­de kön­nen ca. 5 bis 15 Zen­ti­me­ter Leber­wurst­pas­te pro Tag essen. Das ent­spricht in etwa 7 Gramm.
  • Mit­tel­gro­ße Vier­bei­ner kön­nen ca. 15 bis 20 Zen­ti­me­ter Leber­wurst­pas­te pro Tag essen: Das ent­spricht unge­fähr 12 Gramm.
  • An gro­ße Hun­de dür­fen auch 20 bis 30 Zen­ti­me­ter Pas­te pro Tag ver­füt­tert wer­den, das sind rund 16 Gramm.

Konn­te Dei­ne Fell­na­se der Lecke­rei nicht wider­ste­hen und hat zu gro­ße Men­gen davon gefres­sen, soll­test Du Dei­nen Hund auf­merk­sam beob­ach­ten. Sobald sich ers­te Anzei­chen von Beschwer­den bemerk­bar machen, soll­test Du bes­ser den Rat einer Tier­ärz­tin oder eines Tier­arz­tes ein­ho­len.

Leber­wurst für Hun­de sel­ber machen: Rezep­te

Statt fer­ti­ge Leber­wurst für Hun­de zu kau­fen, kannst Du sie auch sel­ber machen. Hier fin­dest Du zwei ein­fa­che Rezep­te für Hun­de-Leber­wurst.

Rezept für Hun­de­le­ber­wurst mit Fen­chel

Zuta­ten:

  • 250 g Leber (Huhn, Pute oder Rind – abhän­gig von den geschmack­li­chen Vor­lie­ben Dei­nes Vier­bei­ners)
  • ½ TL fri­sche Kräu­ter (z. B. Sal­bei, Peter­si­lie oder Majo­ran)
  • ½ Knol­le Fen­chel
  • Was­ser (nach Bedarf)

Zube­rei­tung

  1. Schnei­de zunächst die Fen­chel­knol­le und die Leber in 2 bis 3 Zen­ti­me­ter gro­ße Stü­cke.
  2. Gib die klein geschnit­te­nen Zuta­ten in einen Koch­topf und bede­cke alles mit Was­ser. Lass den Fen­chel und die Leber ein­mal auf­ko­chen und anschlie­ßend bei nied­ri­ger Hit­ze­zu­fuhr leicht köcheln.
  3. Sobald die Leber leicht brö­selt und die Fen­chel­knol­le weich ist, kannst Du das Koch­was­ser abgie­ßen. Fan­ge aber ein wenig Was­ser auf, um die Kon­sis­tenz der Hun­de-Leber­wurst spä­ter noch zu ver­fei­nern.
  4. Gib die Leber und die Fen­chel­knol­le in eine Schüs­sel und wür­ze sie mit den fri­schen Kräu­tern. Als nächs­tes pürierst Du alle Zuta­ten zum Bei­spiel mit Hil­fe eines Pürier­stabs.
  5. Zur Kon­sis­tenz­ver­fei­ne­rung kann nun noch ein wenig Koch­was­ser hin­zu­ge­ge­ben wer­den.
  6. Lass zum Schluss alles gut abküh­len und ver­füt­te­re die selbst gemach­te Hun­de­le­ber­wurst an Dei­nen Vier­bei­ner.

Tipp: Anstatt Fen­chel kannst Du auch einen Apfel, eine Zuc­chi­ni oder ande­re Gemü­se- und Frucht­sor­ten ver­wen­den. Pro­bie­re ein­fach aus, was Dei­ner Fell­na­se am bes­ten schmeckt.

Aus frischer Leber lässt sich leicht Hunde-Leberwurst selber machen
Aus fri­scher Leber lässt sich leicht Hun­de-Leber­wurst sel­ber machen

Hun­de-Geflü­gel­le­ber­wurst mit Möh­re

Zuta­ten:

  • 350 g Hüh­ner­le­ber
  • 700 g Hüh­ner­brust
  • 2 Möh­ren

Zube­rei­tung:

  1. Schnei­de alle Zuta­ten in 2 bis 3 Zen­ti­me­ter gro­ße Stü­cke und gib alles in einen Topf mit Was­ser. Lass nun alles so lan­ge kochen, bis die Hüh­ner­brust und das Gemü­se voll­stän­dig durch­ge­gart sind. Koche alles lie­ber ein wenig zu lang als zu kurz.
  2. Wenn die Zua­ten gar sind, kannst Du das Was­ser abgie­ßen. Fan­ge aber ein wenig Was­ser auf, um die Kon­sis­tenz der Hun­de-Leber­wurst spä­ter noch zu ver­fei­nern.
  3. Pürie­re als nächs­tes alle Zuta­ten zum Bei­spiel mit Hil­fe eines Pürier­stabs. Je nach­dem, wie weich oder fest die Kon­sis­tenz der Hun­de­le­ber­wurst sein soll, kannst Du noch ein wenig Brü­he hin­zu­ge­ben.
  4. Lass nun alles gut abküh­len und fül­le die Geflü­gel­le­ber­wurst dann in eine Fut­ter­tu­be. Soll­te noch Leber­wurst übrig blei­ben, kannst Du die­se in klei­nen Por­tio­nen ein­frie­ren. Alter­na­tiv kann die Hun­de-Geflü­gel­le­ber­wurst auch in Ein­mach­gläs­chen ein­ko­chen und somit halt­bar machen.

Leber­wurst-Hun­de­kek­se selbst machen: So funk­tio­niert es

Leber­wurst-Hun­de­kek­se las­sen sich unkom­pli­ziert und rasch sel­ber machen. Du brauchst dafür nur weni­ge Zuta­ten:

Zuta­ten:

  • 2 gro­ße, fri­sche Eier
  • 200 g Buch­wei­zen­mehl (Getrei­de­frei)
  • 1 TL Raps­öl, Son­nen­blu­men­öl oder Kokos­öl
  • 100 g (selbst gemach­te) Leber­wurst für Hun­de
Hundekekse mit Leberwurst
Hun­de­kek­se mit Leber­wurst

Zube­rei­tung:

  1. Ver­rüh­re alle Zuta­ten in einer Küchen­schüs­sel zu einem glat­ten Teig mit­ein­an­der. Rol­le den Teig mit Hil­fe eines Nudel­hol­zes dann auf einer bemehl­ten Arbeits­plat­te – ca. fünf Mil­li­me­ter dick – aus.
  2. Stich nun mit einem Aus­ste­cher Kek­se aus.
  3. Gib die Kek­se für Dei­nen Vier­bei­ner auf ein mit Back­pa­pier aus­ge­leg­tes Blech und backe im vor­ge­heiz­ten Ofen auf der mitt­le­ren Schie­ne alles bei 180 Grad Cel­si­us.
  4. Nimm die Leber­wurst Hun­de­kek­se nach 20 Minu­ten wie­der aus dem Back­ofen und lass sie gut abküh­len, bevor Du sie an Dei­nen Vier­bei­ner ver­füt­terst.

Tipp: Wei­te­re Hun­de­keks-Rezep­te fin­dest Du in unse­rem Bei­trag zum The­ma Hun­de­kek­se backen in der Back­mat­te.

Fut­ter­emp­feh­lung: Wofür kann Leber­wurst für Hun­de ver­wen­det wer­den?

Leber­wurst für Hun­de kann für ver­schie­de­ne Zwe­cke zum Ein­satz kom­men:

  • Snack oder Beloh­nung beim Hun­de­trai­ning: Leber­wurst ist kein Haupt­be­stand­teil einer aus­ge­wo­ge­nen und gesun­den Hun­de­er­näh­rung, jedoch ein guter Snack für zwi­schen­durch. Auch für Trai­nings­zwe­cke – also als Lecker­li beim Hun­de­sport oder im Hun­de­trai­ning – kann Leber­wurst zum Ein­satz kom­men. Die meis­ten Vier­bei­ner lie­ben den Geschmack von Hun­de­le­ber­wurst, sodass sie dadurch extrem moti­viert wer­den kön­nen, in der Hun­de­schu­le bei­spiels­wei­se neue Tricks zu erler­nen.
  • Ver­ab­rei­chen von Medi­zin: Leber­wurst für Hun­de kann aber nicht nur im Rah­men des Hun­de­trai­nings ide­al zum Ein­satz kom­men, son­dern ist auch ein geeig­ne­tes „Medi­ka­men­ten­ver­steck“. Dank der wei­chen Leber­wurst­tex­tur kön­nen Tablet­ten leicht ver­steckt und mit­ver­füt­tert wer­den. Auf die­se Wei­se ver­läuft die Arz­nei­mit­tel­ein­nah­me unpro­ble­ma­tisch.
  • Leber­wurst zum Prä­pa­rie­ren von Hun­de­spiel­zeug: Auch Hun­de­spiel­zeug wie zum Bei­spiel ein Kong oder eine Leck­mat­te lässt sich wun­der­bar mit Hun­de­le­ber­wurst fül­len. Das erhöht die Bereit­schaft des Vier­bei­ners, sich inten­si­ver mit dem Spiel­zeug aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die lecke­re Beloh­nung kann auch an unter­schied­li­chen Stel­len im Gar­ten auf­ge­tra­gen wer­den: So begibt sich Dei­ne Fell­na­se beson­ders moti­viert auf „Spu­ren­su­che“.

Eine Leber­wurst­tu­be für Hun­de ist dabei beson­ders prak­tisch. Auch unter­wegs lässt sich der Deckel ein­fach abschrau­ben und schon kann die Fell­na­se die lecke­re Beloh­nung schle­cken. Zudem lässt sich mit einer Leber­wurst-Tube die Men­ge leicht dosie­ren.

Die meisten Hunde lieben Leberwurst
Die meis­ten Hun­de lie­ben Leber­wurst

Leber­wurst bei Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz: Ist das Ver­füt­tern erlaubt?

Vie­le Hun­de­hal­te­rin­nen und Hun­de­hal­ter, deren Vier­bei­ner an einer Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz erkrankt ist, stel­len sich die Fra­ge, ob Leber­wurst für ihren Hund über­haupt geeig­net ist.

Exkurs: Was ist eine „Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz“ beim Hund?

Zunächst ein­mal muss hier fest­ge­hal­ten wer­den, dass eine Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz eine ernst zu neh­men­de Erkran­kung ist, die unbe­dingt eine adäqua­te Behand­lung erfor­dert. Der Begriff „Insuf­fi­zi­enz“ besagt, dass ein bestimm­tes Kör­per­or­gan – in die­sem Fall die Nie­re – nur ein­ge­schränkt funk­ti­ons­fä­hig ist und somit nicht mehr die erfor­der­li­che Leis­tung im Orga­nis­mus erbrin­gen kann. Es dro­hen gefähr­li­che Fol­ge­schä­den.

Die Nie­re über­nimmt im Kör­per des Hun­des als „natür­li­cher Fil­ter“ sehr wich­ti­ge Auf­ga­ben. So ent­fernt das Organ bei­spiels­wei­se Abfall­stof­fe, die beim Eiweiß­ab­bau im Kör­per ent­ste­hen.

Eine Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz kann akut – also vor­über­ge­hend – oder chro­nisch und damit dau­er­haft bestehend sein. Außer­dem kann der Nie­ren­zu­stand sta­bil sein, das bedeu­tet, dass die Nie­ren­leis­tung auf einem kon­stan­ten Level ist. Die Nie­ren­er­kran­kung kann aber auch schlei­chend fort­schrei­ten und der Zustand des Vier­bei­ners ver­schlech­tert sich mehr und mehr.

Lei­det Dein Vier­bei­ner unter einer Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz, musst Du Dich umfas­send bei Dei­ner Tier­ärz­tin oder Dei­nem Tier­arzt infor­mie­ren und eine geeig­ne­te Behand­lung Dei­nes Hun­des sicher­stel­len!

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Ist Leber­wurst bei Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz für Hun­de erlaubt?

Nie­ren­kran­ke Hun­de benö­ti­gen sehr hoch­wer­ti­ges Pro­te­in, das heißt Eiweiß mit einer hohen Ver­dau­lich­keit sowie einer hohen bio­lo­gi­schen Wer­tig­keit. Die Pro­te­in­zu­fuhr über die Nah­rung soll­te aber auf das nöti­ge Mini­mum beschränkt wer­den. Eben­so muss die Nah­rung bei Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz natri­um- und phos­phor­arm sein. Nor­ma­le Leber­wurst für Men­schen kommt damit auf kei­nen Fall in Fra­ge.

Leber ist gene­rell als Fut­ter für nie­ren­kran­ke Hun­de geeig­net. Der Anteil an fri­scher Leber soll­te aller­dings 1/​2 Gramm pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht Dei­nes Hun­des (pro Tag) nicht über­schrei­ten. Wenn Du einen Hund mit Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz hast, darf er also in ganz klei­nen Men­gen auch Hun­de­le­ber­wurst essen. Du soll­test aller­dings vor­her Dei­ne Tier­ärz­tin oder Dei­nen Tier­arzt hier­zu befra­gen.

Übri­gens: Unge­eig­net für Hun­de mit Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz sind bin­de­ge­webs­rei­che Kau­pro­duk­te wie zum Bei­spiel Schwei­neoh­ren und Tro­cken­fleisch. Auch Kno­chen soll­te ein Hund mit Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz nicht bekom­men.

Dür­fen Hun­de Brot mit Leber­wurst essen?

Weder Brot noch Leber­wurst für den mensch­li­chen Ver­zehr gehö­ren zu einer art­ge­rech­ten und gesun­den Hun­de­nah­rung. Des­we­gen soll­test Du Dei­nem Hund lie­ber kein Brot mit Leber­wurst ver­füt­tern. Falls Dein Vier­bei­ner aus­ver­se­hen mal ein klei­nes Stück Brot mit Leber­wurst isst, weil es Dir bei­spiels­wei­se her­un­ter­ge­fal­len ist, ist das in der Regel aber kein Pro­blem.

Hunde sollten kein Brot mit Leberwurst essen
Hun­de soll­ten kein Brot mit Leber­wurst essen

Wel­che Wurst ist für Hun­de noch zum Ver­zehr geeig­net?

Nicht alle Lebens­mit­tel, die wir Men­schen essen kön­nen, sind auch für Vier­bei­ner unbe­denk­lich zum Ver­füt­tern geeig­net. Gera­de in punc­to Fleisch­wa­ren ist ein Blick auf die Inhalts­stof­fe uner­läss­lich. Wenn Du Dei­nem Hund ab und an mal ein klei­nes Stück­chen Wurst füt­tern möch­test, soll­test Du fol­gen­des beach­ten:

  • Ein Stück­chen Koch­schin­ken ist für den Hund von Zeit zu Zeit in Ord­nung vor­aus­ge­setzt, dass der Schin­ken nicht über­mä­ßig gesal­zen ist. Für nie­ren­kran­ke Hun­de ist Schin­ken aller­dings unge­eig­net, denn er ent­hält oft gro­ße Nitrat­men­gen.
  • Auch gekoch­te Geflü­gel- oder Schweins­wurst kann in klei­nen Men­gen ab und zu an den Vier­bei­ner ver­füt­tert wer­den. Solan­ge sie kei­ne für Hun­de gif­ti­gen Inhalts­stof­fe wie Lauch, Zwie­beln, Avo­ca­do, Trau­ben, etc. ent­hält.
  • Roh­fleisch­pro­duk­te mit Schwei­ne­fleisch, zum Bei­spiel Roh­schin­ken, Mett­wurst oder Sala­mi, dür­fen auf gar kei­nem Fall auf dem Spei­se­plan des Hun­des ste­hen! Rohes Schwei­ne­fleisch kann näm­lich das Aujesz­ky-Virus ent­hal­ten, das bei Hun­den und Kat­zen zu einer sehr gefähr­li­chen und töd­lich ver­lau­fen­den Ner­ven­sys­tem­er­kran­kung füh­ren kann. Deutsch­land gilt zwar als frei vom Aujesz­ky-Virus, Du soll­test den­noch kein Risi­ko ein­ge­hen.
  • In mode­ra­ten Men­gen kannst Du fol­gen­de Wurst­sor­ten an Dei­nen Hund ver­füt­tern: Gekoch­te Würs­te wie zum Bei­spiel Wie­ner Würst­chen, Lyo­ner und ande­re, wenig gewürz­te Geflü­gel­wurst.

Gib Dei­nem Hund nicht zu viel Wurst, denn die­ses Fleisch­pro­dukt für Men­schen ent­hält im All­ge­mei­nen zu viel Salz, Fett sowie ande­re unge­sun­de Zusatz­stof­fe. Wurst soll­te auch kein dau­er­haf­tes Lecker­chen wer­den: Fin­de hier im Sin­ne der Gesund­heit Dei­nes Vier­bei­ners bes­se­re Alter­na­ti­ven.

Gibt es spe­zi­el­le Hun­de­wurst?

In Tier­fach­ge­schäf­ten fin­dest Du ein breit gefä­cher­tes Ange­bot an Hun­de­wurst. Ach­te aber auch hier beim Kauf auf die Zuta­ten­lis­te: Die Pro­duk­te soll­ten nicht zu fett­reich sein und auch kei­ne unnö­ti­gen Zusatz­stof­fe, Farb­stof­fe oder Geschmacks­ver­stär­ker ent­hal­ten. Auch ver­schie­de­ne Metz­ger bie­ten spe­zi­el­le Hun­de­würs­te an. Erkun­di­ge Dich beim Ver­kaufs­per­so­nal aber bit­te vor­her nach den Inhalts­stof­fen.

Tipp: Am sichers­ten ist es Wurst für Hund (wie Hun­de-Leber­wurst) selbst her­zu­stel­len. So hast Du die vol­le Kon­trol­le über die ent­hal­te­nen Zuta­ten und kannst sicher­stel­len, dass das Fut­ter für Dei­ne Fell­na­se garan­tiert kei­ne unge­sun­den Kon­ser­vie­rungs­stof­fe, Gewür­ze, gro­ße Men­gen an Salz oder Geschmacks­ver­stär­ker ent­hält.

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Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen, Gründerin

Im Laufe meines Lebens hatte (und habe) ich schon unzählige Haustiere. Zudem war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine Tierliebe veranlasste mich dazu, als Bloggerin & Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und meine langjährigen Erfahrungen und mein umfangreiches Wissen über Tiere mit anderen zu teilen. Inspiriert durch die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon habe ich mich außerdem zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weitergebildet. Mit meinen Büchern und Blogs möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, deren Lebensqualität nachhaltig verbessern und so zu einem harmonischeren Zusammenleben von Mensch und Tier beitragen.