Was fres­sen Pfer­de und was dür­fen sie auf kei­nen Fall essen?

Auch für Pfer­de gilt: Gute Ernäh­rung, gutes Leben! Damit auch Dein Pferd eine art­ge­rech­te Füt­te­rung genie­ßen kann, beant­wor­tet unser heu­ti­ger Arti­kel die Fra­ge: “Was fres­sen Pfer­de und was dür­fen sie auf kei­nen Fall fres­sen?” Wir erklä­ren Dir, wie sich Wild­pfer­de in frei­er Natur ernäh­ren, wie die Ver­dau­ung beim Pferd funk­tio­niert, wel­che Unter­schie­de es zwi­schen Kraft-, Rau- und Saft­fut­ter gibt und wor­an Du eine gute Heu-Qua­li­tät erken­nen kannst. Schön, dass Du Dich mit der Ernäh­rung Dei­nes Pfer­des beschäf­tigst - Dein Vier­bei­ner wird es Dir dan­ken!

Was fressen Pferde?
Was fres­sen Pfer­de?

Was dür­fen Pfer­de fres­sen?

Pfer­de sind Step­pen­tie­re, die auf stän­di­ger Wan­der­schaft per­ma­nent Nah­rung auf­neh­men. Lei­der wird in der Pfer­de­hal­tung oft aus Zeit­man­gel und Bequem­lich­keit nicht so gefüt­tert, wie Pfer­de sich in frei­er Wild­bahn ernäh­ren wür­den. Damit Du Dei­nem Pferd eine mög­lichst art­ge­rech­te Ernäh­rung bie­ten kannst, begin­nen wir mit der Fra­ge: “Was dür­fen Pfer­de über­haupt fres­sen?”  und gehen nach­fol­gend genau­er auf die ein­zel­nen Bestand­tei­le ein:

  • Rau­fut­ter wie Gras, Grün­pflan­zen, Heu, Sila­ge und Stroh
  • Kraft­fut­ter wie Hafer, Mais, Gers­te und Müs­li
  • Saft­fut­ter wie Möh­ren, Äpfel, Rüben und Rote Bee­te
  • Mine­ral­fut­ter in Form von Pel­lets oder Bri­ketts
  • Kräu­ter wie Brenn­nes­sel, Hage­but­te, Kamil­le und Löwen­zahn
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Pfer­de Gesund­heit: Wel­che Aus­wir­kun­gen hat die Ernäh­rung?

Eine aus­ge­wo­ge­ne und art­ge­rech­te Ernäh­rung wirkt sich maß­geb­lich auf die Gesund­heit, Vita­li­tät, Lebens­freu­de und Lebens­dau­er Dei­nes Pfer­des aus! Sie ist das A und O, damit Dein Pferd­chen nicht krank wird und schont somit auch Dei­nen Geld­beu­tel in Hin­sicht auf Tier­arzt­be­su­che! 

Eine fal­sche Füt­te­rung wirkt sich, genau wie eine Unter- oder auch Über­ver­sor­gung mit Fut­ter, nega­tiv auf die Gesund­heit Dei­nes Pfer­des aus. Vie­le Pfer­de­hal­ter mei­nen es zu gut und füt­tern ihrem Pferd zu gro­ße Men­gen, schlimms­ten­falls auch noch mit kom­plett fal­schen Inhal­ten. Das kann zu Über­ge­wicht und Krank­hei­ten wie zum Bei­spiel einer Insu­lin­re­sis­tenz füh­ren. Ein wei­te­res gro­ßes Pro­blem ist, sich auf die Füt­te­rung durch Stall­hil­fen zu ver­las­sen und dar­auf zu ver­trau­en, dass sie Dein Pferd art­ge­recht und aus­ge­wo­gen ernäh­ren. Bes­ten­falls infor­mierst Du Dich gut und stellst die Mahl­zei­ten für Dein Pferd sel­ber zusam­men! 

Was frisst ein Pferd?
Was frisst ein Pferd?

Was fres­sen Wild­pfer­de?

Wild­pfer­de leben haupt­säch­lich in Step­pen und Wäl­dern. Sie sind roh­fa­ser­rei­ches Fut­ter gewöhnt und als vege­ta­ri­sche Dau­er­fres­ser etwa 16 Stun­den am Tag mit der Nah­rungs­su­che beschäf­tigt. Dabei legen sie täg­lich gro­ße Stre­cken zurück, anders als die meis­ten unse­rer domes­ti­zier­ten Pfer­de.

Ein Wild­pferd frisst in etwa 50 bis 60 Kilo­gramm Wei­de­gras am Tag inklu­si­ve Grün­pflan­zen und Kräu­tern. Zieht man den Was­ser­ge­halt ab, ent­spricht das einer Tro­cken­sub­stanz von etwa 10 bis 12 Kilo­gramm.

Als Faust­re­gel für die Berech­nung der Fut­ter­men­ge kannst Du Dir mer­ken: Auf 100 kg Kör­per­ge­wicht Dei­nes Pfer­des kom­men etwa 1,5 bis 2 Kilo­gramm Fut­ter. Wor­aus die opti­ma­le Zusam­men­set­zung der Mahl­zei­ten besteht, erfährst Du gleich!

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Wie funk­tio­niert die Ver­dau­ung beim Pferd? 

Wie und was frisst ein Pferd? Pfer­de sind soge­nann­te Dau­er­fres­ser. Wäh­rend der Nah­rungs­auf­nah­me sind sie qua­si immer in Bewe­gung. Die­se Mög­lich­keit haben schon­mal die wenigs­ten Pfer­de, die in Stäl­len gehal­ten wer­den. Trotz­dem ist es auch für unse­re “Haus­pfer­de” enorm wich­tig, dass sie kei­ne zu lan­gen Fut­ter­pau­sen haben. Ein Pferd soll­te maxi­mal 4 Stun­den ohne Fut­ter­auf­nah­me aus­kom­men müs­sen. Gera­de in der Stall­hal­tung ist es also wich­tig, dass die letz­te Mahl­zeit nicht zu früh ver­ab­reicht wird, da die Nacht ansons­ten zu lang wird. Die Ver­dau­ung soll­te rund um die Uhr beschäf­tigt sein, da Pfer­de kon­ti­nu­ier­lich Magen­säu­re pro­du­zie­ren. Bei zu gro­ßen Zeit­ab­stän­den zwi­schen den Mahl­zei­ten und Knab­be­rei­en droht sonst wäh­rend des Rei­tens eine lebens­ge­fähr­li­che Darm­dre­hung! Auch Magen­be­schwer­den bis hin zu Magen­ge­schwü­ren kön­nen die Fol­ge sein.

Pferde fressen Raufutter, Kraftfutter und Saftfutter
Pfer­de fres­sen Rau­fut­ter, Kraft­fut­ter und Saft­fut­ter

Unter­schie­de von Rau­fut­ter, Kraft­fut­ter und Saft­fut­ter 

Rau­fut­ter, Kraft­fut­ter und Saft­fut­ter sind alles wich­ti­ge Bestand­tei­le in der Ernäh­rung Dei­nes Pfer­des. Eine Fut­ter­ka­te­go­rie ist aller­dings beson­ders wich­tig!

  1. Rau­fut­ter: Die wich­tigs­te Nah­rungs­quel­le für Dein Pferd ist Heu! Zum Rau­fut­ter zäh­len aber auch Gras, Grün­pflan­zen, Sila­ge und Stroh. Davon soll­te Dein Pferd immer reich­lich bekom­men.
  2. Kraft­fut­ter: Besteht aus Hafer, Gers­te, Mais und spe­zi­el­lem Müs­li für Pfer­de. Kraft­fut­ter ist nicht für jedes Pferd zwin­gend erfor­der­lich, wie Du gleich fest­stel­len wirst.
  3. Saft­fut­ter: Hier­zu zäh­len fri­sches Obst und Gemü­se wie zum Bei­spiel Karot­ten, Rote Bee­te, Steck­rü­ben und ande­re Rüben, Sel­le­rie und Äpfel. Auch eine Bana­ne ab und zu schmeckt den meis­ten Pfer­den gut, soll­te aber nur als beson­de­res Lecker­li gefüt­tert wer­den und nicht regel­mä­ßig auf dem Spei­se­plan ste­hen.
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Was eig­net sich als Grund­fut­ter für Pfer­de?

Als Basis-Fut­ter für Dein Pferd dient fri­sches Heu. Es ent­hält Pro­te­ine und Mine­ral­stof­fe wie Kal­zi­um, Natri­um, Karo­tin und Vit­amin D. Die ent­hal­te­nen Roh­fa­sern sind wich­tig für das Volu­men im Darm, einen rei­bungs­lo­sen Stoff­wech­sel und die­nen als Ener­gie­lie­fe­rant. Heu soll­test Du also nie­mals ratio­nie­ren, damit Dein Pferd zwi­schen­durch immer dar­an knab­bern kann. Wie Du bereits weißt, sind Pfer­de Dau­er­fres­ser. Heu eig­net sich opti­mal, um die Ver­dau­ung Dei­nes Pfer­des aus Trab zu hal­ten und dient außer­dem der Ent­span­nung und Beschäf­ti­gung.

Als Ergän­zung zum Heu kannst Du Kraft­fut­ter wie zum Bei­spiel Hafer füt­tern. Die Men­ge rich­tet sich hier nach dem Kör­per­ge­wicht und der Akti­vi­tät Dei­nes Pfer­des. Rei­ne Frei­zeit­pfer­de kom­men in der Regel ganz ohne oder mit nur wenig Kraft­fut­ter aus. Für die meis­ten Pfer­de ist eine Füt­te­rung mit Heu und Hafer voll­kom­men aus­rei­chend. Ach­te aber dar­auf, dass Dein Pferd mit allen wich­ti­gen Mine­ra­li­en und Spu­ren­ele­men­ten wie Kup­fer, Jod, Kal­zi­um, Selen, Eisen, Phos­phor, Magne­si­um, Chlo­rid, Natri­um und Zink ver­sorgt wird. Die­se erhält Dein Pferd durch spe­zi­el­les Mine­ral­fut­ter oder die Zuga­be von Kräu­tern.

Eine aus­rei­chen­de Ver­sor­gung mit Mine­ra­li­en und Vit­ami­nen beugt Krank­hei­ten vor und trägt zum Erhalt der Pfer­de­ge­sund­heit bei. Wor­auf Du bei der Füt­te­rung von Kräu­tern ach­ten soll­test, erfährst Du im nach­fol­gen­den Abschnitt.

Ger­ne darfst Du Dei­nem Pferd auch Saft­fut­ter in Form von Möhr­chen, Äpfeln, Sel­le­rie, Rüben und Co. füt­tern. Wich­tig ist hier zum Bei­spiel, Karot­ten immer mit einem Schuss Öl zu füt­tern, damit Dein Pferd die ent­hal­te­nen Nähr­stof­fe auch auf­spal­ten kann! Obst dient auf­grund sei­nes hohen Frucht­zu­cker­ge­hal­tes nicht als Grund­fut­ter, son­dern eher als Vit­amin­lie­fe­rant neben­her. 

Was dürfen Pferde fressen? Heu als Grundnahrungsmittel für Pferde
Was dür­fen Pfer­de fres­sen? Heu als Grund­nah­rungs­mit­tel für Pfer­de

Kräu­ter für Pfer­de: Das ist zu beach­ten!

In frei­er Natur neh­men Pfer­de gezielt Kräu­ter zu sich, die ihr Orga­nis­mus gera­de benö­tigt. Lei­der haben unse­re “Haus­pfer­de” mitt­ler­wei­le ver­lernt, sich bedarfs­ge­recht zu ernäh­ren und haben meis­tens auch gar nicht die Mög­lich­keit dazu. 

Wenn Du Dei­nem Pferd etwas Gutes tun willst, indem du Kräu­ter füt­terst, soll­test Du dich hier sehr genau infor­mie­ren. Kräu­ter haben spe­zi­fi­sche Wir­kun­gen auf gewis­se Orga­ne und Pro­zes­se im Kör­per, wes­halb ein tief­grei­fen­des Wis­sen um die Pflan­zen unab­ding­bar ist! Auch die Kom­bi­na­ti­on meh­re­rer Kräu­ter kann sich nega­tiv auf die Gesund­heit Dei­nes Pfer­des aus­wir­ken, da eini­ge der Heil­pflan­zen Wech­sel­wir­kun­gen auf­zei­gen. Gene­rell soll­test Du Kräu­ter lie­ber als Kur füt­tern, anstatt über einen län­ge­ren Zeit­raum.

Bit­te sie­he davon ab, bil­li­ge Fer­tig­mischun­gen zu kau­fen! 

Kräu­ter „in Fut­ter­mit­tel­qua­li­tät“ sind häu­fig mit Spritz­mit­teln oder Schim­mel­pil­zen belas­tet. Du soll­test also lie­ber ein biss­chen tie­fer in die Tasche grei­fen und Dich für Kräu­ter in Lebens­mit­tel- oder Phar­ma­qua­li­tät ent­schei­den, wenn Dir das Wohl Dei­nes Tie­res am Her­zen liegt! Fra­ge Dich ger­ne, wel­che Kräu­ter-Qua­li­tät Du für Dich selbst wäh­len wür­dest! Wenn Du Dich mit die­ser The­ma­tik nicht aus­kennst, raten wir Dir, einen Pro­fi auf­zu­su­chen, der Dich zum The­ma Kräu­ter­kun­de für Pfer­de bzw. spe­zi­ell zu Dei­nem Pferd berät!

Wel­che Lecker­lis dür­fen Pfer­de fres­sen?

Die Tier­fut­ter­in­dus­trie ist gigan­tisch und es gibt wahn­sin­nig viel min­der­wer­ti­ges Fut­ter und Lecker­lis für Pfer­de. Du soll­test also immer ganz genau auf die Inhalts­stof­fe ach­ten und Dei­nem Pferd kei­nen Schrott füt­tern! Schrott ist schon­mal alles, was in irgend­ei­ner Form unna­tür­lich ist. Pfer­de sind sehr emp­find­lich, was die Auf­nah­me von Fut­ter angeht. Bit­te grei­fe lie­ber auf fri­sches Obst und Gemü­se zurück, als auf indus­tri­ell her­ge­stell­te Lecker­lis! 

Wel­ches Obst und Gemü­se Du Dei­nem Pferd beden­ken­los als Lecker­chen füt­tern kannst, haben wir wei­ter unten im Text für Dich auf­ge­lis­tet.

Tipp: Du kannst auch Lecker­lis für Pfer­de selbst backen.

War­um Du Pfer­den weder Brot noch Zucker­wür­fel füt­tern soll­test

Frü­her war es gang und gäbe, für sein Pferd übrig geblie­be­nes Brot und Bröt­chen zu trock­nen. Auch mas­sen­wei­se Zucker­wür­fel wur­den schon in den Pfer­den die­ser Welt ver­senkt. Dabei ist Zucker eigent­lich für nie­man­den gesund - weder für den Men­schen und erst recht nicht für Tie­re! Auch wenn er als schnel­ler Ener­gie­lie­fe­rant dient, soll­test Du Dei­nem Pferd lie­ber gele­gent­lich fri­sches Obst füt­tern.

Sowohl Rog­gen- als auch Wei­zen­mehl ent­hal­ten unver­dau­li­che Kle­ber­ei­wei­ße und kön­nen bei Dei­nem Pferd zu star­ken Ver­dau­ungs­pro­ble­men füh­ren! Ein Stück­chen getrock­ne­tes Hafer­brot wird Dein Pferd zwar nicht gleich umbrin­gen, hat auf dem Spei­se­plan aber eigent­lich auch nichts ver­lo­ren. Hin­zu kommt, dass indus­tri­ell her­ge­stell­tes Brot vie­le Zusatz­stof­fe ent­hält, die im Pfer­de­ma­gen nichts ver­lo­ren haben.

Zuckerwürfel und hartes Brot sind kein Pferdefutter
Zucker­wür­fel und har­tes Brot sind kein Pfer­de­fut­ter

Qua­li­tät von Heu: Ach­tung, Schim­mel­ge­fahr!

Heu ist die Basis in Der Pfer­de­füt­te­rung und damit wirk­lich wich­tig! Wie bereits erwähnt, sind Pfer­de recht sen­si­ble Fres­ser und kön­nen sich durch min­der­wer­ti­ges Heu Lun­gen­pro­ble­me wie chro­ni­schen Hus­ten oder All­er­gien ein­fan­gen. 

Es gibt ver­schie­de­ne Heu-Qua­li­tä­ten mit unter­schied­lich viel Eiweiß. Je mehr Eiweiß ent­hal­ten ist, des­to mehr Ener­gie lie­fert das Heu. Für ein rei­nes Frei­zeit­pferd, wel­ches nicht all­zu viel Bewe­gung hat, wird das schnell zu viel. Im Umkehr­schluss gibt es aber auch Heu, wel­ches gar kein Eiweiß ent­hält und dem­nach auch kei­ne Ener­gie lie­fert. Hier ist also wich­tig, das pas­sen­de Heu für Dein Pferd­chen zu fin­den. 

Bevor Du eine unzu­rei­chen­de Heu-Qua­li­tät an der Ver­träg­lich­keit oder dem Gesund­heits­zu­stand bei Dei­nem Pferd fest­stellst, ver­ra­ten wir Dir, wor­an Du gutes Pfer­de­heu erken­nen kannst:

  1. Wie sieht das Heu aus? Es soll­te arten­reich sein, sprich neben den Stän­geln auch vie­le ver­schie­de­ne Kräu­ter, Grä­ser, Blät­ter und Blü­ten ent­hal­ten.
  2. Wie riecht das Heu? Es soll­te frisch und blu­mig schnup­pern, nicht mod­rig oder schim­me­lig. Lei­der kannst Du Schim­mel nicht immer mit blo­ßem Auge erken­nen. Sobald das Heu irgend­wie muf­fig riecht, soll­test Du es bes­ser nicht mehr ver­füt­tern!
  3. Ist das Heu sehr stau­big? Dar­auf reagie­ren Pfer­de lei­der sehr emp­find­lich. Wenn Du mal sehr stau­bi­ges Heu hast, soll­test Du es vor der Füt­te­rung gut auf­schüt­teln und befeuch­ten. Wäh­rend­des­sen war­tet Dein Pferd bit­te außer­halb der Staub­wol­ken!
  4. Farb-Check: Wel­che Far­be hat das Heu? Es soll­te grün sein und kei­nen gelb- oder grau­stich haben.
  5. Wie fühlt sich das Heu an? Es soll­te nicht piek­sen und ste­chen.
  6. Ist das Heu grob- oder fein­fa­se­rig? Als Step­pen­tie­re sind Pfer­de es von Natur aus gewohnt, eher har­tes und grob­fa­se­ri­ges Heu zu fres­sen. 
Futterliste Pferd: Was dürfen Pferde fressen?
Fut­ter­lis­te Pferd: Was dür­fen Pfer­de fres­sen?

Saft­fut­ter: Obst und Gemü­se für Pfer­de

Bit­te füt­te­re Dei­nem Pferd nur Nah­rungs­mit­tel, von denen Du sicher weißt, dass sie gut ver­träg­lich sind und kei­nen Scha­den anrich­ten! Wir haben Dir eine klei­ne Lis­te zusam­men­ge­stellt, wel­ches Obst und Gemü­se Dein Pferd beden­ken­los knab­bern darf! Beden­ke aber, dass Saft­fut­ter immer nur einen klei­nen Teil in der Pfer­de-Ernäh­rung aus­macht. Obst wie Bir­nen, Bana­nen oder Man­da­ri­nen ent­hal­ten sehr viel Frucht­zu­cker und eig­nen sich wirk­lich nur als gele­gent­li­cher Snack. Gemü­se wie Zuc­chi­ni oder Eis­berg­sa­lat sind zwar okay, brin­gen dei­nem Pferd aber nicht wirk­lich einen Mehr­wert. Karot­ten hin­ge­gen darfst Du mit bis zu 2 Kilo­gramm am Tag am üppigs­ten füt­tern - ver­giss das Öl dazu nicht!

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Was dür­fen Pfer­de fres­sen? Obst und Gemü­se Lis­te

Geeig­ne­tes Obst für Pfer­deGeeig­ne­tes Gemü­se für Pfer­de
ÄpfelKarot­ten
Bir­nenRote Bete
Bana­nenSteck­rü­be
Hage­but­tenKopf­sa­lat
Man­da­ri­nenEis­berg­sa­lat
Was­ser­me­lo­neZuc­chi­ni

Was dür­fen Pfer­de nicht fres­sen? 

Die Lis­te an Nah­rungs­mit­teln, die Pfer­de nicht fres­sen dür­fen, wäre kom­plett aus­ge­rollt, unend­lich lang! Wir gehen von einem gesun­den Men­schen­ver­stand aus und lis­ten des­halb gif­ti­ge und unver­träg­li­che Lebens­mit­tel wie Scho­ko­la­de, Milch­pro­duk­te, schar­fe Gewür­ze, Fleisch, Fisch oder Süßig­kei­ten im All­ge­mei­nen gar nicht erst mit auf. 

Die­se Lebens­mit­tel sind unter ande­rem für Pfer­de tabu:

  • Brot und Gebäck (auch nicht getrock­net!)
  • Zitrus­früch­te wie Ana­nas, Grape­fruit und Zitro­nen
  • Stein­obst wie Pflau­men, Kir­schen, Apri­ko­sen und Pfir­si­che (der Stei­nent­hält gif­ti­ge Stof­fe und das Obst neigt zur Gäh­rung)
  • Nacht­schat­ten­ge­wäch­se wie Kar­tof­feln, Auber­gi­nen und Toma­ten
  • Kreuz­blü­ten­ge­wäch­se wie Kohl, Rosen­kohl, Blu­men­kohl und Brok­ko­li
  • Vie­le Kräu­ter wie Berg­ahorn, Blau­er Eisen­hut, Johan­nis­kraut oder Jakobs­kreuz­kraut
  • Zwie­beln, Lauch, Bär­lauch und Knob­lauch
  • Kurz geschit­te­nes Gras (kann zu Schlund­ver­stop­fun­gen füh­ren)
  • Avo­ca­do
  • Rha­bar­ber, Spi­nat
  • Ing­wer, Chi­li, Pfef­fer
Was essen Pferde?
Was essen Pfer­de?

Fazit: Ernäh­rung von Pfer­den - So machst Du es rich­tig!

Eine art­ge­rech­te und aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung ist enorm wich­tig für die Gesund­heit Dei­nes Pfer­des! An sich ist die Füt­te­rung von Pfer­den auch kein Hexen­werk. Sie haben zwar einen emp­find­li­chen Ver­dau­ungs­trakt, sind aber auch sehr genüg­sam. 

Heu dient immer als Grund­fut­ter für Dein Pferd. Hier ist es wich­tig, auf eine gute Qua­li­tät zu ach­ten und Dei­nem Pferd rund um die Uhr Heu zur Ver­fü­gung zu stel­len. Als Dau­er­fres­ser soll­te die Ver­dau­ung bei Pfer­den immer in Gang gehal­ten wer­den, um einer lebens­ge­fähr­li­chen Darm­dre­hung oder Magen­be­schwer­den vor­zu­beu­gen.

Je nach­dem, wel­che Leis­tun­gen Dein Pferd erbrin­gen muss, kann das Zufüt­tern von Kraft­fut­ter wie zum Bei­spiel Hafer sinn­voll sein. Ach­te außer­dem dar­auf, dass Dein Pferd mit allen lebens­not­wen­di­gen Mine­ra­li­en und Spu­ren­ele­men­ten ver­sorgt wird und immer Zugang zu fri­schem Was­ser hat.

Lecker­lis wie getrock­ne­tes Brot oder Zucker­wür­fel waren ges­tern. Wenn Du möch­test, dass Dein Pferd gesund bleibt, rei­che ihm lie­ber hin und wie­der eine Por­ti­on Saft­fut­ter. Dazu zäh­len zum Bei­spiel Karot­ten und Äpfel. 

Super, dass Du Dich mit die­sem wich­ti­gen The­ma inten­siv aus­ein­an­der­setzt. Nur so kannst Du sicher­stel­len, dass es Dei­nem Pferd bei Dir an nichts man­gelt!

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Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen, Gründerin

Im Laufe meines Lebens hatte (und habe) ich schon unzählige Haustiere. Zudem war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine Tierliebe veranlasste mich dazu, als Bloggerin & Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und meine langjährigen Erfahrungen und mein umfangreiches Wissen über Tiere mit anderen zu teilen. Inspiriert durch die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon habe ich mich außerdem zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weitergebildet. Mit meinen Büchern und Blogs möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, deren Lebensqualität nachhaltig verbessern und so zu einem harmonischeren Zusammenleben von Mensch und Tier beitragen.